KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen
event
 
Dienstag, 06. Dezember 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Veranstaltungsreihe
Großerzählungen des Extremen: Energisch im Widerstand – Erzählungen des Populismus in Europa
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) | Gartensaal | Goethestr. 31 | 45128 Essen
Veranstalter: KWI

Der Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen lässt Populisten allerorten jubeln, bei den anstehenden Wahlen in Österreich, Frankreich und in den Niederlanden hoffen Norbert Hofer, Marine Le Pen oder Geert Wilders auf amerikanischen Rückenwind. Es hat mittlerweile den Anschein, als ob der Populismus in Europa unaufhaltsam voranschreitet.

Dabei wird der Begriff zur Erklärung ganz unterschiedlicher Phänomene benutzt, die von linken Bewegungen wie Podemos in Spanien oder Syriza in Griechenland bis hin zu extrem rechten Parteien wie den Front National reichen. Reduziert sich Populismus auf die allseits beschworene Parole „wir hier unten gegen die da oben“? Gibt es einen Kern der populistischen Lehre und seiner Mechanismen, z.B. im Hinblick auf Performanz und den politischen Diskurs? Worin bestehen die Gemeinsamkeiten zwischen Links- und Rechtspopulismus und worin unterscheiden sie sich? Welche Kommunikationsstile und Medien nutzen Populisten? Das sind einige der Fragen, über die Paula Diehl und Claus Leggewie am 6. Dezember im KWI diskutieren.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe „Großerzählungen des Extremen“ statt, in der diskursive und praktische Radikalisierungen verschiedener Art vorgestellt und diskutiert werden, die unser derzeitiges Geschehen bestimmen.

ReferentInnen:
Claus Leggewie, Politikwissenschaftler und Direktor des KWI
Paula Diehl, Politik- und Kommunikationswissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin

Leitung: Armin Flender

Anmeldung:
Anmeldung bis zum 05.12.2016 unter: maria.klauwer@kwi-nrw.de

Veranstalter:
Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in Kooperation mit dem Käte-Hamburger-Kolleg

Zur Veranstaltungsreihe "Großerzählungen des Extremen":
In der Veranstaltungsreihe sollen vor allem Denkfiguren und Rhetoriken, Symboliken und Handlungsweisen erfasst werden, die Menschen dazu bewegen können, sich einer solchen Weltsicht anzuschließen und sich in ihr einzurichten (d. h. auch: sie als ihre eigene zu verteidigen). Dazu sollen verschiedene Perspektiven bzw. Diskurse vorgestellt und ihre inneren Logiken, Funktionen und Wirkungsweisen aufgezeigt werden.