KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen
event
 
Montag, 11. Juni - Dienstag, 12. Juni
Workshop des Centre for Global Cooperation Research / Käte Hamburger-Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“
Redefreiheit in einer multikulturellen Welt. Recht, Internet und das zivile Aushandeln von Meinungsdifferenzen
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Gartensaal, Goethestraße 31, 45128 Essen
Veranstalter: KWI

Wie kann man in einer kulturell pluralistischen Weltgesellschaft auf der Basis digital-interaktiver Informations- und Kommunikationstechnologien die Meinungs-, Wissenschafts- und Kunstfreiheit hochhalten? Und wie lässt sich zugleich eine zivilgesellschaftliche Selbstrestriktion einbauen, die anderen Respekt und Toleranz zollt? Diese Frage diskutieren Verfassungsrechtler, Analytiker der digitalen Medien, Schriftsteller und Kultur- und Religionswissenschaftler auf dem Workshop „Redefreiheit in einer multikulturellen Welt. Recht, Internet und das zivile Aushandeln von Meinungsdifferenzen“.

Der interdisziplinäre Workshop behandelt in drei Sektionen erstens die Frage nach der Wirksamkeit kultureller und justizieller Tabus - wie rechtlichen Beschränkungen, Datenschutz und Verhaltensregeln im
Netz -, zweitens die öffentliche Meinung und die Bedeutung kommerzieller Interessen und drittens die Frage nach der Freiheit der Kunst. Alle drei Sektionen sehen die Garantie der „freien Rede“ als Grundvoraussetzung globaler und kulturübergreifender Kooperation an, zugleich wird auf unterschiedlichen Ebenen - der Justiz, der Literatur, des Internets - nach Möglichkeiten einer zivilgesellschaftlichen Selbstkontrolle gefragt.

Geleitet werden die Sektionen vom ehemaligen Bundesverfassungsrichter Brun-Otto Bryde, KWI-Direktor und Direktor des Centre for Global Cooperation Research/Käte Hamburger-Kolleg Claus Leggewie und Navid Kermani, Senior Fellow am KWI und Schriftsteller. Eingebettet in den Workshop ist die erste Käte Hamburger Lecture mit dem englischen Historiker Timothy Garton Ash, der sein internetbasiertes Projekt „Free Speech Debate“ vorstellt. Weitere Teilnehmer des Workshops sind unter anderen Diedrich Diederichsen, Professor am Institut für Kunst- und Kulturwissenschaften der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Martin Mosebach, Schriftsteller und Georg-Büchner-Preisträger sowie Cees Flinterman, Honorarprofessor für Menschenrechte an den Universitäten Maastricht und Utrecht und Mitglied des UN-Menschenrechtsausschusses.

Ausführliches Programm

Der Workshop ist nicht öffentlich.

Bei inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an
Alexandra Przyrembel, Centre for Global Cooperation Research / Käte Hamburger Kolleg und Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Alexandra.Przyrembel@kwi-nrw.de.

Über das Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research:
Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Käte Hamburger Kolleg "Politische Kulturen der Weltgesellschaft: Chancen globaler Kooperation im 21. Jahrhundert" wurde im Februar 2012 in Duisburg eröffnet. Im Rahmen des Kollegs untersuchen renommierte, internationale Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen Schwierigkeiten und Chancen globaler Kooperation in einer kulturell ausdifferenzierten Weltgesellschaft. Beteiligte Institute des an der Universität Duisburg-Essen angesiedelten Käte Hamburger Kollegs sind das Institut für Entwicklung und Frieden (INEF) an der Universität Duisburg-Essen (UDE), das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE).