Die technisierte Zeit hinterläßt tiefe Spuren in unserem Zeitverständnis. Es ist, als ließe sich der Zeitfluß beherrschen. Die neuen Speichermedien halten das Vergangene gegenwärtig und wiederholen das Einmalige. Die modernen Kommunikationsmedien ermöglichen zum ersten Mal die Erfahrung einer globalen Allgegenwart. Computertechnik programmiert die Zukunft. Alte Träume der Menschheit scheinen verwirklicht. Um welchen Preis?
Referent:
Rüdiger Safranski, Philosoph und Schriftsteller, studierte Germanistik, Philosophie und Geschichte in Frankfurt/Main und Berlin. Seit 1985 ist er als freier Autor tätig. Zusammen mit Peter Sloterdijk ist er Gastgeber des „Philosophischen Quartetts“ im ZDF. Bekannt wurde Safranski durch seine Biografien über Arthur Schopenhauer und Martin Heidegger.
Moderation:
Prof. Dr. Jörn Rüsen ist Leiter des Projekts „Humanismus in der Epoche der Globalisierung“ am KWI und Inhaber des Lehrstuhls für Allgemeine Geschichte und Geschichtskultur an der Universität Witten/Herdecke.
Die "Reden über den Humanismus. Menschlichkeit in den Konflikten der Gegenwart“ werden vom Projekt „Humanismus in der Epoche der Globalisierung“ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) veranstaltet, gefördert durch die Stiftung Mercator. In diesem Jahr wird der Schriftsteller Rüdiger Safranski eine Reihe von Vorlesungen zum Thema „Mensch und Zeit“ halten.
Weitere Termine:
3.11. und 5.11. 2009 jeweils um 18:30 Uhr