KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

TEILNEHMERINNEN 2013/ 2014

Kultur und Konflikt/Erinnerungskultur

Alys Cundy
© Rita Canto Vergara
Alys Cundy (*1988) promoviert derzeit am Department of History of Art der University of Bristol in Kooperation mit dem Imperial War Museum, London. Ihren MA in Heritage Management legte sie an der Newcastle University ab, ihren BA in Geschichte am Clare College der Cambridge University. Ihre Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf das Verhältnis zwischen Trauma, Sachkultur und kulturellem Gedächtnis.
Sie wird die Darstellung von Konflikten des 20. Jahrhunderts in zwei deutschen Museen (Militärhistorisches Museum, Dresden und Deutsches Historisches Museum, Berlin) und einem britischen Museum (Imperial War Museum, London) untersuchen. Mit dieser vergleichenden Analyse möchte sie die Methoden erforschen, die von Kuratoren angewandt werden, um dem Publikum vergangene Konflikte anschaulich zu machen.

Yvonne Pörzgen
© Rita Canto Vergara
Dr. Yvonne Pörzgen (*1977) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Seminar für Ost- und Mitteleuropäische Studien der Universität Bremen. Ihr Magister-Studium (Slavische Philologie, Anglistik und Süd- und Westslavistik) sowie ihr Promotionsstudium absolvierte sie an der Universität Bamberg. 2012 erhielt sie ein Forschungsstipendium des Deutschen Polen Instituts Darmstadt, 2011 eine DAAD-Kurzzeitdozentur an der Pädagogischen Universität Čita. Sie arbeitet derzeit an dem interdisziplinären Forschungsprojekt „Lebendiges Gedächtnis: Russisch-deutsche Geschichte in der russischen Erinnerungskultur“ und untersucht u. a. Museen, Denkmäler und Kirchen und deren Ausstellungsnarration bzw. deren Nutzung. Ziel des Forschungsvorhabens ist es, Parallelen und (scheinbare) Widersprüche im Umgang mit russisch-deutscher Geschichte und deutschen Spuren in Russland aufzuzeigen.


Omer Aijazi
© Rita Canto Vergara
Omer Aijazi (*1985) ist Promotionsstudent am Department of Educational Studies an der University of British Columbia, Kanada. Zuvor erhielt er einen MA in Planning, Community and Social Planning der University of British Columbia, einen BA in Accounting & Finance and Psychology der Lahore University of Management Sciences sowie einen BA in Business Administration der University of Toronto. In seiner Forschung befasst er sich mit den Bereichen „Social Repair/Recovery“ nach Naturkatastrophen und der Evaluation humanitärer Aktivitäten. Seine 2012 und 2013 absolvierten Forschungsaufenthalte in Süd Korea und Pakistan wurden durch das Liu Institute for Global Issues, die International Union for the Conservation of Nature und das United Nations Human Settlements Program gefördert.

Martin David
© Rita Canto Vergara
Martin David (*1981) ist KWI-Fellow im Projekt „SPREAD. Scenarios of Perception and Reaction to Adaptation“ und promoviert am Norbert Elias Center for Transformation Design & Research der Universität Flensburg. Seinen Master (Internationale Beziehungen und Entwicklungspolitik) absolvierte er an der Universität Duisburg-Essen, den Bachelor in European Studies an der TU Chemnitz. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Reflexive Wissensgenese von Gemeinschaften und Organisationen in Feldern innovativer Praxis, Diffusion erneuerbarer Energien sowie Anpassungsstrategien an den Klimawandel.
Im Rahmen des Scholars-Programms wird er an sein Dissertationsthema anknüpfen und angelehnt an sein Dissertationsprojekt „Energiewende in Deutschland – Wissen durch Handeln?“ u. a. mit Hilfe von Interviews untersuchen, wie die Nuklearkatastrophe von Tschernobyl im Angesicht ihrer heterogenen Auswirkungen auf ebenso heterogene Kulturräume, verarbeitet werden kann.


Sina Leipold
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Sina Leipold (*1985) ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Lehrstuhl für Forst- und Umweltpolitik der Universität Freiburg. Sie erhielt ihren MA in Social Sciences (Global Studies Programme) an der Universität Freiburg und schloss ihren BA der Politikwissenschaft und Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum ab. Teile ihres Studiums absolvierte sie in Indien und Argentinien. In ihrem Forschungsprojekt beschäftigt sie sich mit Diskursen zu nationaler und internationaler Forstpolitik in den USA, Deutschland und Schweden. Zentral ist hierbei die Analyse von „Diskurs-Eliten“, also den Hauptentscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Durch die Teilnahme an „Scholars in Residence“, möchte sie ihre bisherige Forschungsarbeit um die Perspektive des „Global South“ erweitern.

Reva Prakash
© Rita Canto Vergara
Reva Prakash (*1986) ist PhD-Studentin am Centre for International Politics, Organisation and Disarmament der Jawaharlal Nehru University in New Delhi, Indien. Zuvor absolvierte sie an der gleichen Universität einen MA in International Politics, sowie einen MA in Politics mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen. Ihren BA in Political Science and English Elective erhielt sie am Lady Shri Ram College der Delhi University. Im Rahmen ihrer Dissertation untersucht sie mittels qualitativer Forschungsmethoden Theorien des Umweltschutzes des „Global South“ am Beispiel von Kenia und Indien. Während ihres Deutschlandaufenthaltes möchte Reva Prakash die dortigen Denkschulen und Traditionen des Umweltschutzes und -diskurses analysieren und mit den Fallstudien zu Kenia und Indien in Kontrast setzen.


Rita Canto
© Rita Canto Vergara
Rita Canto (*1980) promoviert zu Philosophie und Psychopathologie am Department für Philosophie der Universität von Granada in Spanien. Einen Bachelor der Philosophie sowie einen Master der zeitgenössischen Philosophie absolvierte sie an der National University of Mexico und der Universität von Granada. 2010 bis 2013 war sie Mitglied der Forschungsgruppe „Philosophie als Sozial Therapie” des spanischen Bildungs- und Innovationsministeriums. In ihrer Forschung setzt sich die Mexikanerin u. a. mit aktuellen Verbindungen zwischen Philosophie und Psychopathologie auseinander. Sie untersucht problembehaftete, oft vage Konzepte, wie „Zivilisationskrankheiten” oder „Sozio-kulturelle Krankheitsverläufe”, interpretiert und präzisiert sie auf ihre theoretische Effektivität hin.

Jenny Jungehülsing
© Rita Canto Vergara
Jenny Jungehülsing (*1981) ist seit 2011 Promotionsstipendiatin am Promotionskolleg Global Social Policies and Governance an der Universität Kassel. Sie studierte Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und der Universidad Nacional Autónoma de México in Mexiko-Stadt. Im Anschluss folgten Forschungsaufenthalte in Morelos, Chiapas und Tabasco, Mexiko. In ihrem Dissertationsprojekt beschäftigt sie sich mit der Bedeutung transnationaler sozialer Beziehungen für internationale Gewerkschaftssolidarität. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob grenzüberschreitende kulturelle und soziale Austauschprozesse transnationaler MigrantInnen, kulturelle Hürden der Solidarität überwinden helfen können – der regionale Fokus liegt dabei auf den USA und Mexiko.
Miriam Wienhold, 14. Nov 2017 15:01