KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Migration und Komik: Präsentation und Diskussion im Rahmen des Kulturpfadfests 2013

Migration und Komik: Präsentation und Diskussion im Rahmen des Kulturpfadfests 2013
© Mustafa Sentürk
Welche Rolle spielen Humor und Satire in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland? Welche Potentiale haben Kabarett und Comedy für die Selbstdarstellung von Zugewanderten für die Verarbeitung ihrer Migrationsgeschichte sowie für ihre deutsche Zugehörigkeit? Welche Art der Abgrenzung bzw. der Identifikation findet auf der Bühne statt? Wie sieht die Interaktion mit dem Publikum aus? Und, wann bleibt die Komik aus? Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen zeigte das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) in Kooperation mit dem Essener Katakomben-Theater am 28. Juni im Rahmen des Kulturpfadfests im 20-Minuten-Takt einen videographischen Kurzfilm. Der Film beinhaltete drei Ausschnitte aus den Bühnenprogrammen deutsch-türkischer KünstlerInnen wie Fatih Çevikkollu, Murat Topal sowie des Ensembles „Trockenblumen“ von Lilay Huser und Marcia Golgowsky aus dem Wupper-Theater. Im Anschluss an die Präsentationen diskutierte Halyna Leontiy, Leiterin des DFG-Forschungsprojekts „Migration und Komik“ am KWI, die gezeigten Komik-Episoden mit dem Publikum. Im Fokus der Debatte standen die Inhalte der Stücke und vor allem ihre performative Realisierung.
Thematischer Dreh- und Angelpunkt der Veranstaltung war das KWI-Forschungsprojekt Migration und Komik. Soziale Funktionen und konversationelle Potentiale von Komik und Satire in den interethnischen Beziehungen Deutschlands. Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt untersucht am Beispiel der Spätaussiedler sowie der Deutsch-Türken Selbstpräsentationen und interkulturelle Beziehungen von Zugewanderten und ihren Nachfolgegenerationen.

  • Nachbericht: „Migration und Komik“, KWI, 28. Juni 2013
Miriam Wienhold, 14. Nov 2017 15:01