KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Publikationen 2003


Sämtliche Monographien, Sammelbände und Aufsätze des KWI aus dem Jahr 2003 finden Sie in diesem Dokument:

pdf iconInstitutsbibliographie des KWI 2003

Der zweite Tod der Oper

Der zweite Tod der OperSlavoj Žižek
Durch ein hohes Maß an Assoziationen entführt Žižek den Leser in immer neue, unerwartete Gefilde: Er streift "Matrix" und die Marx Brothers, und ganz nebenbei gelingt es ihm noch höchst überzeugend, die Parallelen zwischen Wagners Musik und Hitchcocks Filmen aufzuzeigen.
In erster Linie ist das Buch jedoch eine furiose Liebeserklärung an die Oper, Žižeks Leidenschaft für sein Subjekt klingt in jeder Zeile mit.
Der zweite Tod der Oper.
Aus dem Englischen übersetzt von Hans-Hagen Hildebrandt.
Kulturwissenschaftliche Interventionen Band 3

192 Seiten. Geb. 14,90 €
ISBN 3-931659-45-3
Kadmos Verlag, Berlin 2003

Wissenspolitik

WissenspolitikNico Stehr
Wir haben eine neue Phase in öffentlichen Auseinandersetzungen über die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaft erreicht. Die kontroverse Diskussion um embryonale Stammzellen, Neurogenetik, Xenotransplantationen oder reproduktives Klonen macht beispielsweise deutlich, daß die Frage nach den sozialen Voraussetzungen und Folgen ungebremst expandierender (natur-)wissenschaftlicher Erkenntnisse zur dringlichen Problematik der gesellschaftlichen Tagesordnung und des politischen Alltags wird.

Die gegenwärtige Diskussion über die Rolle neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse mündet nicht selten in den Ruf nach einer Überwachung des Wissens. Es entsteht ein neues Politikfeld: die Wissenspolitik.

Wissenspolitik,
Die Überwachung des Wissens.
336 Seiten,
ISBN: 3518292153,
Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003,
13,00 €

Kann gestern besser werden?

Kann gestern besser werden Jörn Rüsen
Die Geschichte steht in der bewegten Zeit unserer Gegenwart ständig zur Disposition unserer Deutung. Wir, die wir sie 'konstruieren', sind aber vorab immer schon von ihr konstruiert worden. Sie hat uns immer schon auf die Spitze der Zeit gestellt, die unser Handeln in den mannigfaltigen Impulsen unserer Vorgaben und Bedingungen bewegt. So ist Geschichte immer doppelt bedenklich - als Vorwurf zur Deutung und als Lebensmacht in dieser Deutung selber.

Die vier Essays dieses Buches werfen die alte Frage nach dem Endzweck der Geschichte in der neuen Perspektive einer Ethik des historischen Denkens auf. In ihr werden Macht und Anspruch der Vergangenheit an die Gegenwart als Lebendigkeit der Geschichte wirksam. Das spiegelt sich in zwei drängenden Fragen der Geschichtskultur wider: nach neuen Dimensionen der historischen Identität, insbesondere derjenigen des werdenden Europas, und nach einem Horizont des historischen Denkens, in dem es den globalen und interkulturellen Herausforderungen der Gegenwart erfolgreich begegnen kann.

Kann gestern besser werden?
Essays zum Bedenken der Geschichte.
Kulturwissenschaftliche Interventionen Band 2
160 Seiten gebunden
ISBN: 3931659445
Kadmos Verlag, Berlin 2003
16,90 €

Phänomen Kultur

Phaenomen KulturKlaus E. Müller (Herausgeber)
Nach dem "cultural turn" gibt es kaum etwas, das nicht unter kulturellen Gesichtspunkten gesehen und beurteilt würde. Angesichts dieser inflationären Entwicklung setzen die Beiträge dieses Bandes sich zum Ziel, den Kulturbegriff wieder mit einer scharfen Kontur zu versehen.

Auf dieser begrifflichen Grundlage werden Perspektiven und Aufgaben der Kulturwissenschaften in den Blick genommen und eine Positionsbestimmung der wichtigsten Human-, spezieller: Geschichts- und Kulturwissenschaften vorgenommen, darunter auch die Medizin, die Psychologie, die Pädagogik und die Wirtschaftswissenschaften. Der Band untersucht die Erkenntnisziele und Aufgaben sowie die möglichen Beiträge dieser Kulturwissenschaften zum besseren Verständnis aktueller Probleme.

Phänomen Kultur.
Perspektiven und Aufgaben der Kulturwissenschaften.

238 Seiten
ISBN: 3899421175
transcript Verlag, Bielefeld 2003
25,80 €

Soziale Kompetenz im Notfall

sozialekompetenzimnotfallArnd T. May, Reinhold Mann
In der Notfallversorgung ist die soziale Kompetenz unentbehrlich. Rettungsdienst, Medizin und Pflege sind oft mit menschlichen Grenzsituationen konfrontiert. Soziale Kompetenz befähigt sie, qualitativ hochwertigen Dienst an Patienten und Beteiligten zu leisten. Zum Unterrichtskonzept gehören die Themen Kommunikation, Umgang mit Patienten und besonderen Patientengruppen, Stress und Stressbewältigung bezogen auf den Rettungsdienst und die Notfallversorgung allgemein.

Der Leser erhält einen Einblick in die Besonderheiten der Notfallversorgung, und angehendes Rettungsdienstpersonal wird auf seine praktische Tätigkeit vorbereitet. Das Konzept umfasst auch Hilfen wie Krisenintervention, Notfallseelsorge und Stressbewältigung für Einsatzkräfte, welche in den letzten Jahren mehr an Bedeutung gewonnen haben.

Soziale Kompetenz im Notfall.
Praxisanleitung nicht nur für den Rettungsdienst - ein Unterrichtskonzept.
184 Seiten,
ISBN: 3825860345,
Lit Verlag, Münster 2003,
15,90 €

Die Demokratie und ihre Bürger

Die Demokratie und ihre BuergerJutta Limbach
Die Demokratie - als eine Herrschaft des Volkes gedacht - scheint in unserem Land mehr und mehr die Rückbindung zur Bürgerschaft verloren zu haben. Wie ist dem zu begegnen? Wie können direktdemokratische Initiativen unterstützt statt gebremst werden? Wie wird Europa auf dem Weg zu einer europäischen Verfassung das Problem lösen? Jutta Limbach zeigt uns die Notwendigkeit, neue Formen des Politischen zu entwickeln.

Auch die beste Verfassung wirkt nicht selbsttätig. Sie bedarf loyaler und engagierter Staatsbürger, die sie leben und sich aus Einsicht in die Notwendigkeit demokratisch verabschiedeter Gesetze rechtstreu verhalten. Das vorige Jahrhundert hat uns darüber belehrt, dass ein politisches Gemeinwesen in dem Maße stabil ist, in dem es in den Köpfen der Bürger und Bürgerinnen verankert ist. Heute ist unsere Gesellschaft sehr viel stärker als in den vorangegangenen Jahrzehnten von Faktoren bestimmt, die nicht oder wenig von nationalen Regierungen beeinflusst werden können. Immigrationsströme, Finanzierungsprobleme der Sozialsysteme nicht zuletzt durch fehlende Steuereinnahmen, Elitenkartelle und eine zunehmende Verwischung staatlicher Aufgaben und wirtschaftlicher Interessen stellen die Überlebensfähigkeit der Demokratien auf die Probe. Diese Faktoren relativieren die herkömmlichen Konzepte von Staatlichkeit und fordern ein neues Verständnis für unsere politische Kultur. Zum Beispiel Minderheitentoleranz: wie weit darf sie, wie weit muss sie gehen? Kann eine Lehrerin im Kopftuch unterrichten oder nicht? Wann und in welchem Umfang sollen Ausländer Wahlrechte erhalten? Jutta Limbach plädiert in diesem Buch für ein neu entwickeltes Bürgerengagement.

Die Demokratie und ihre Bürger.
Aufbruch zu einer neuen politischen Kultur.
Krupp-Vorlesungen zu Politik und Geschichte
C.H. Beck Verlag, München 2003
140 Seiten. Gebunden. 14,90 €
ISBN 3-406-51061-2

Sinn (in) der Antike

Sinn in der AntikeKarl-Joachim Hölkeskamp, Jörn Rüsen, Elke Stein-Hölkeskamp, Heinrich Theodor Grütter (Herausgeber)
Unter dem Begriff "Sinn" in der modernen kulturwissenschaftlichen Bedeutung dieser Kategorie werden Bezeichnungen, Konzepte und daraus bestehende ganze Systeme verstanden, die der Verständlichmachung und Erklärung der Lebenswelt durch Deutungsmuster und Beurteilungsmaßstäbe dienen. Gesellschaftlich akzeptierte "Sinnkonzepte" dieser Art entfalten durchaus konkrete soziale Wirkung, weil sie Identität bilden sowie individuelles und kollektives Handeln aktiv leiten. Vor allem stiften sie den Zusammenhang zwischen solchem Handeln einerseits und der Reflektion über seine Intentionen andererseits und dienen damit der Legitimierung dieses Handelns. Zugleich begründen solche "Sinnkonzepte" die systematische Vernetzung von Wertvorstellungen und Verhaltensnormen zu einem kollektiven Ethos und einem entsprechenden Verhaltenscode. Sie befördern also die Verständigung der Individuen mit- und untereinander über die Gesellschaft, der sie sich zugehörig fühlen, und verdeutlichen ihnen, was die Teilhabe an ihr eigentlich wertvoll macht.

Die Beiträge dieses Bandes versuchen diese Kategorie für einen modernen gesellschafts- und mentalitätsgeschichtlichen Zugang zu antiken Lebenswelten fruchtbar zu machen. Zu den konkreten Gegenständen zählt etwa das hochgradig sinngesättigte Konzept der Freiheit mit seinen spezifischen Ausprägungen im demokratischen Athen und in der aristokratischen libera res publica.

Weitere Beiträge thematisieren andere typische Sinnkonzepte, die der Entfaltung und Erhaltung der besonderen "Identitäten" antiker Gesellschaften dienten - hier stehen Vorstellungen von Zeit, Geschichte und Tradition, Integration und Partizipation im Zentrum des Interesses. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei den Modi der "Sinnbildung", d.h. bei den Praktiken und Ritualen der kollektiven Selbstvergewisserung in öffentlichen Räumen: Hier geht es um die Medien der Sinnvermittlung, um Bilder und Texte, die Sinn transportieren und "sinnfällig" machen.

Sinn (in) der Antike.
Orientierungssysteme, Leitbilder und Wertkonzepte im Altertum.
422 Seiten gebunden,
ISBN: 3805330960,
Verlag Philipp von Zabern, Mainz 2003;
65,50 €

Museumshandbuch Ruhrgebiet

Heinrich Theodor Grütter (Herausgeber)
Mit 200 Museen ist das Ruhrgebiet eine der dichtesten und attraktivsten Museumslandschaften Deutschlands. Dieses Handbuch gibt erstmals detaillierte Informationen über Aufbau, Geschichte und Charakter aller öffentlich zugänglichen Sammlungen der Region.

Museumshandbuch Ruhrgebiet
Kunst, Kultur und Geschichte
Pomp Verlag, Bottrop/Essen
456 Seiten. Kartoniert
ISBN 3-89355-246-4

Reflexion und Verantwortung

Reflexion und verantwortungDietrich Böhler, Matthias Kettner, Gunnar Skirbekk (Herausgeber)
Die von Karl-Otto Apel über drei Jahrzehnte entwickelte Transzendentalpragmatik ist national wie international eine der wirkmächtigsten philosophischen Positionen der Gegenwart. Dieser Band dokumentiert die aktuellen Debatten und profiliert dabei die Transzendentalpragmatik vor allem im Kontext der Renaissance des Pragmatismus, der Neuansätze im Bereich der Rationalitätstheorie und der neuen diskursethischen Programme.

Im Zentrum dieser Auseinandersetzungen steht die Diskussion wesentlicher Denkfiguren der Transzendentalpragmatik wie reflexive Sinnkritik und regulative Ideen sowie die Entfaltung des verantwortungsethischen Orientierungsgehalts der transzendentalpragmatischen Diskursethik. Eine umfassende Bibliographie der Schriften Apels komplettiert den Band.

Reflexion und Verantwortung
Auseinandersetzungen mit Karl-Otto Apel.

448 Seiten
ISBN: 3518292188
Suhrkamp Verlag, Frankfurtam Main 2003
15 €

Die Demokratie und ihre Bürger

Die Demokratie und ihre BuergerJutta Limbach
Die Demokratie - als eine Herrschaft des Volkes gedacht - scheint in unserem Land mehr und mehr die Rückbindung zur Bürgerschaft verloren zu haben. Wie ist dem zu begegnen? Wie können direktdemokratische Initiativen unterstützt statt gebremst werden? Wie wird Europa auf dem Weg zu einer europäischen Verfassung das Problem lösen? Jutta Limbach zeigt uns die Notwendigkeit, neue Formen des Politischen zu entwickeln.

Auch die beste Verfassung wirkt nicht selbsttätig. Sie bedarf loyaler und engagierter Staatsbürger, die sie leben und sich aus Einsicht in die Notwendigkeit demokratisch verabschiedeter Gesetze rechtstreu verhalten. Das vorige Jahrhundert hat uns darüber belehrt, dass ein politisches Gemeinwesen in dem Maße stabil ist, in dem es in den Köpfen der Bürger und Bürgerinnen verankert ist. Heute ist unsere Gesellschaft sehr viel stärker als in den vorangegangenen Jahrzehnten von Faktoren bestimmt, die nicht oder wenig von nationalen Regierungen beeinflusst werden können. Immigrationsströme, Finanzierungsprobleme der Sozialsysteme nicht zuletzt durch fehlende Steuereinnahmen, Elitenkartelle und eine zunehmende Verwischung staatlicher Aufgaben und wirtschaftlicher Interessen stellen die Überlebensfähigkeit der Demokratien auf die Probe. Diese Faktoren relativieren die herkömmlichen Konzepte von Staatlichkeit und fordern ein neues Verständnis für unsere politische Kultur. Zum Beispiel Minderheitentoleranz: wie weit darf sie, wie weit muss sie gehen? Kann eine Lehrerin im Kopftuch unterrichten oder nicht? Wann und in welchem Umfang sollen Ausländer Wahlrechte erhalten? Jutta Limbach plädiert in diesem Buch für ein neu entwickeltes Bürgerengagement.

Die Demokratie und ihre Bürger.
Aufbruch zu einer neuen politischen Kultur.
Krupp-Vorlesungen zu Politik und Geschichte
C.H. Beck Verlag, München 2003
140 Seiten. Gebunden. 14,90 €
ISBN 3-406-51061-2

Auf der Suche nach einer neuen Ordnung

Auf der Suche nach einer neuen OrdnungRalf Dahrendorf
In glänzenden Analysen stellt Ralf Dahrendorf dar, welche Gefahren der liberalen Ordnung in den demokratisch verfaßten Staaten drohen und welche Hindernisse ihrer Etablierung in Ländern im Wege stehen, die sie kaum oder nie gekannt haben. In den westlichen Demokratien ist die Freiheit durch die demokratischer Willensbildung entzogene Globalisierung und den neuen illiberalen Regionalismus bedroht, aber auch gefährdet durch einen politischen Autoritarismus und sein Pendant, die Apathie der Bürger. In der postkommunistischen Welt können die gerade zur Demokratie Bekehrten an ihr schon wieder zu zweifeln beginnen, weil der Wohlstand, den man mit einer demokratischen Verfassung verschwistert glaubt, sich nicht einstellen will.

In den Ländern der "Dritten Welt" schließlich können gerade die Modernisierungsprozesse mit ihren großen Verheißungen und kleinen Fortschritten gefährliche Gegenbewegungen bis hin zum religiösen Fundamentalismus und zum Terrorismus auslösen. Hier ist ein Buch entstanden, das von der wissenschaftlichen Kompetenz des Soziologen und der praktischen Erfahrung des Politikers lebt, präzise in seiner Analyse, unbestechlich in seinem Urteil, mutig in seinen Empfehlungen für einen Weg aus der Krise. Gerade weil Ralf Dahrendorf sich und seinen Lesern nichts vormacht, haben seine Ratschläge Gewicht. Es gibt derzeit kein anderes Buch, das so überzeugend eine Politik der Freiheit für das 21. Jahrhundert entwirft.

Auf der Suche nach einer neuen Ordnung.
Eine Politik der Freiheit für das 21. Jahrhundert.
C.H. Beck Verlag, München 2003
Krupp-Vorlesungen zu Politik und Geschichte
160 Seiten. Gebunden. 14,90 €
ISBN 3-406-50540-6

Medien der Kultur

Gertrud Koch
Gertrud Koch stellt die Frage, inwieweit sich Medienwissenschaft als Kulturwissenschaft begründen läßt. Die Bezeichnung 'Kultur' selbst bedarf dazu einer genaueren Bestimmung, denn ohne eine Vorstellung von dem zu entwickeln, was unter Kultur verstanden werden könnte, läßt sich nur schwer eine sie ins Zentrum setzende Wissenschaft begründen. Deshalb spielt Koch zunächst einige theoretische Einschränkungen des Begriffs durch, um dann an Beispielen zu erläutern, warum es überhaupt sinnvoll sein kann, Medienwissenschaft als Kulturwissenschaft zu definieren. Im an die Frage nach der Medialisierung von Kultur untersucht sie verschiedene kommunikationstheoretische Aspekte innerhalb des Mediums Film, die nicht nur Teil der Kultur sind, sondern auch eigene Stellungnahmen zu ihr enthalten.

Medien der Kultur.
Bewegung in der Latenz.
Essener Kulturwissenschaftliche Vorträge Band 8
112 Seiten franz. brosch.
ISBN: 389244428507
Wallstein Verlag 2002
14 €

Kulturologie

KulturologieJutta Scherrer
Das ideologische Vakuum, das nach dem Zusammenbruch des Sowjetimperiums entstand, wird im heutigen Rußland von der Kulturologie (kul'turologija) gefüllt. Sie reflektiert die Suche nach neuen Wertvorstellungen und einer neuen Identität des postsowjetischen Rußland und vertritt den Anspruch einer ganzheitlichen Methode, die an die Stelle des vormals vom Marxismus-Leninismus angebotenen Erklärungsschemas tritt: Die ökonomische "Gesetzmäßigkeit" wird von der kulturellen "Gesetzmäßigkeit" abgelöst, der materialistische "Unterbau" durch den geistigen "Unterbau" ersetzt - wobei jedoch die Prämisse, "alles" zu erklären, dieselbe bleibt.

Die kulturalistische Umorientierung geht davon aus, daß Rußland ein eigenständiger "Organismus" mit einer eigenen Entwicklungsgesetzmäßigkeit ist, ein besonderer Zivilisationstyp mit einer eigenen kulturhistorischen und sittlich-moralischen Tradition. Kulturologie soll den Ausweg aus der Krise der russischen Gesellschaft zeigen, indem sie auf ihre existentiellen Bedrängnisse und materiellen Nöte antwortet. Sie stellt damit eine Art Lebensphilosophie dar, die bei der Identitätssuche des postkommunistischen Menschen helfen soll.

Kulturologie
Rußland auf der Suche nach einer zivilisatorischen Identität.
Essener Kulturwissenschaftliche Vorträge, Band 13
Wallstein Verlag, Göttingen 2003
190 Seiten. Kartoniert. 14,– €
ISBN: 3-89244-474-9

Kritik der Verantwortung. Zu den Grenzen verantwortlichen Handelns in komplexen Kontexten, Velbrück Wissenschaft, Weilerswist 2003
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Helena Rose, 17. Jul 2018 09:38