KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Projektbereiche

Projekt PlastikBudget - Entwicklung von Budgetansatz und LCA-Wirkungsabschätzungsmethodik für die Governance von Plastik in der Umwelt


Projekt Plastikbudget
© Projekt Virtuelles Institut, Zeichnung Ina Lohner





Leitung: Steven Engler (KWI), Jürgen Bertling (Fraunhofer UMSICHT)
Koordination: Anna Bönisch (KWI)
Partner: Fraunhofer UMSICHT (Oberhausen), Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Förderer: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
Laufzeit: 01/2018-12/2020

Online finden Sie die neuesten Meldungen aus dem Projekt PlastikBudget unter

www.plastikbudget.de

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Plastikmüll ist ein bisher unvermeidlicher Output unserer heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Um die Frage zu beantworten, wie man eine gerade noch akzeptable Menge an Kunststoff in der Umwelt feststellen und aus dem daraus folgenden Globalbudget ein nationales Pro-Kopf-Budget gerecht verteilen kann, muss man auf bestimmte empirisch gesicherte Daten zurückgreifen können und normative Wertvorstellungen genau kennen. In dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt "Entwicklung von Budgetansatz und LCA-Wirkungsabschätzungsmethodik für die Governance von Plastik in der Umwelt" (PlastikBudget) im Rahmen des Forschungsprogramms zu "Plastik in der Umwelt" (PidU) wird das KWI gemeinsam mit Fraunhofer UMSICHT eine Grundlage für solche zukünftigen politischen Entscheidungen erarbeiten. Im Zentrum stehen die Fragen nach einem Budgetansatz mit hoher Akzeptabilität seitens aller relevanten Akteure und nach einer Wirkungsabschätzungsmethodik, die es ermöglicht, Produkte, Prozesse und Konsumpraktiken hinsichtlich ihrer freigesetzten Menge an Kunststoff und nachgelagerten Umweltwirkungen bilanzierbar zu machen. Wichtig für die Umsetzung solcher Maßnahmen ist eine gesellschaftlich akzeptierte Erzählung zu Plastikmüll, die das Verständnis für politische Entscheidungen erhöht und im besten Fall BürgerInnen und wirtschaftliche Akteure für die Problematik sensibilisiert. Wie die Erzählung aussehen kann, ob sie sich im Realitätscheck bewährt und mit welchen Widerständen man in Zukunft rechnen muss, werden wichtige Leitfragen im Projekt sein.

Förderung:
Das Vorhaben wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb des Forschungsschwerpunkts Plastik in der Umwelt, in dem 18 Verbundprojekte mit rund 100 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden, Kommunen und Praxis grundlegende Fragen zur Produktion, Anwendung und Entsorgung von Kunststoffen klären wollen. Der Forschungsschwerpunkt „Plastik in der Umwelt – Quellen, Senken, Lösungsansätze“ ist Teil der Leitinitiative Green Economy des BMBF-Rahmenprogramms „Forschung für Nachhaltige Entwicklung“ (FONA³).

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