KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Projekt Spotting Agents of Change for Good Governance – Walking with Thinking

Koordination: Oksana Huss, Oleksandra Kryschtapovych, Olena Petrenko

Partner: Interdisciplinary Anticorruption Research and Education Centre (ACREC) in Kyiv, Ukraine
Förderer: Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ im Rahmen des Programmes MeetUp! – Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnungen, Deutsches Auswärtiges Amt, Robert-Bosch Stiftung
Laufzeit: 06.07-09.07.17 (Essen), 09.07-13.07.17 (Berlin), 12-19.09.17 (Kyiv)

Das Projekt "Spotting Agents of Change for Good Governance – Walking with Thinking" wird 12 junge TeilnehmerInnen (18 bis 35) aus Deutschland und aus der Ukraine für die Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Projekt zusammenbringen. Das gemeinsame Projekt hat zum Ziel eine Führung in Kyiv, Ukraine auszuarbeiten, die Touristen und Bürger eine kritische und konstruktive Auseinandersetzung mit dem Thema Korruption und Anti-Korruption ermöglichen wird. In Deutschland wird die Nicht-Regierungsorganisation LobbyControl – Initiative für Transparenz und Demokratie e.V. als Beispiel dienen, die die lobbykritischen Führungen durch Berlin anbietet.

Der thematische Schwerpunkt des Projektes liegt auf dem Thema Korruption mit besonderem Fokus auf Akteure in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die in der Lage sind das Regieren (good and bad governance) zu beeinflussen. Das Thema der Korruption hat in beiden Ländern zunehmend an Bedeutung gewonnen: In Deutschland wurden Anti-Korruptionsaktivitäten durch Korruptionsskandale in Parteifinanzierung oder im Siemens-Fall intensiviert. In der Ukraine war weitverbreitete Korruption einer der Gründe für die Maidanrevolution in 2013-14, wobei die Korruptionsbekämpfung zum Prioritätsbereich bei den post-revolutionären Staatsreformen geworden ist.
Die Annahme, dass zivilgesellschaftliches Engagement eine wichtige Voraussetzung für die Korruptionsbekämpfung ist, ist zentral für das Projekt. Vor diesem Hintergrund zielt das Projekt darauf ab, die jungen Erwachsenen am Beispiel der führenden Anti-Korruptionsinitiativen zum aktiven Engagement gegen Korruption zu ermuntern. Im Laufe des Projektes werden die Teilnehmer über die Ursachen und Folgen der Korruption, der legitimen und illegitimen Interessenvertretung sowie über die Schattenseiten des Lobbyismus lernen. Zusätzlich werden sie sich mit der Rolle der Wirtschaftseliten und Oligarchen auseinandersetzen und tiefere Einsichten in die Arbeit der Anti-Korruptionsinstitutionen in Deutschland und in der Ukraine bekommen. Als Auftakttreffen für die Vermittlung des theoretischen Wissens für das Projekt wird die Konferenz „Wegbereiter oder Gegner der Transformation? Wirtschaftseliten in der Ukraine in historischer und vergleichender Perspektive“ am 07.-08. Juli 2017 am KWI Essen dienen.

Das Projekt wurde durch Oksana Huss, Oleksandra Kryschtapovych und Olena Petrenko - die Mitglieder des KWI Nachwuchsnetzwerks „Ukraine: Postsowjetische Gesellschaft im Wandel“ – initiiert. Das KWI Essen wird das Projekt in Partnerschaft mit dem Interdisciplinary Anticorruption Research and Education Centre (ACREC) in Kyiv, Ukraine durchführen.

Das Projekt wird gefördert durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ im Rahmen des Programms MeetUp! – Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnung, unterstützt durch das Deutsche Auswärtige Amt und die Robert-Bosch Stiftung.

Call for participants:
Call for participants in “MEET UP! German-Ukrainian Youth Encounters”: Spotting Agents of Change for Good Governance – Walking with Thinking




Meet up! Deutsch-Ukrainische Jugendbewegungen

EVZ

Auswärtiges Amt

Robert Bosch Stiftung