KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Projektbereiche

Projekt Virtuelles Institut (VI): Energiewende.NRW – Bürger gestalten den Umbau des Energiesystems

Gesamtprojektkoordination: Prof. Dr. Jürgen Howaldt (TU Dortmund/Sozialforschungsstelle (sfs))
Projektleitung KWI: Dr. Steven Engler und Prof. Dr. Claus Leggewie

Projektpartner: TU Dortmund/ Sozialforschungsstelle (sfs), Bergische Universität Wuppertal (BUW); Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie (WI)
Förderer: Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF)
Laufzeit: 04/2015 – 03/2017

Projekthomepage: Virtuelles Institut - Transformation Energiewende NRW

Das Projekt „Energiewende.NRW – Bürger gestalten den Umbau des Energiesystems“ ist Teil des Virtuellen Instituts (VI) „Transformation – Energiewende NRW“ und dort im Forschungscluster „Governance & Partizipation“ angesiedelt. Die Projektidee basiert auf einer partizipationsorientierten Umsetzung der Energiewende in Nordrhein-Westfalen unter Berücksichtigung der Multi-Level Perspektive.

Die Energiewende spiegelt sich in vielen Lebensbereichen der Bürger in NRW wider und wird von ihnen beeinflusst. So basiert die Energiewende unter anderem auf technologischen Entwicklungen, politischen Rahmensetzungen oder auch neuen Geschäftsstrategien, Nutzerpraktiken und Lebensstilen. Die Analyse dieser komplexen Veränderungen, also Transitionen, ist in die Transitionforschung eingebettet, wobei Transitionen mithilfe der Multi-Level Perspektive analysiert werden. Da es sich bei Transitionen um radikale, strukturelle Änderungen auf Regimeebene handelt, stellt sich die Frage wie Transitionen ihren Weg von der Nische ins Regime finden. Die Multi-Level Perspektive umfasst dabei verschiedene Formen des Übergangs und hilft eben zu erklären, wie sich beispielsweise neue Nutzerpraktiken etablieren.

Bisher wurden Konzepte wie Soziale Innovationen, Narrative und Real-Labore jedoch nicht in die Multi-Level Perspektive einbezogen, zudem existieren nur begrenzt Forschungsansätze in diesen Themenfeldern, insbesondere mit Blick auf die Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Die Umsetzung des Projektes schließt somit eine Forschungslücke und wird der speziellen politisch-kulturellen Beschaffenheit Nordrhein-Westfalens gerecht. Dies spiegelt sich auch in der Durchführung der Projektidee wider, die in einem Forschungsdesign bearbeitet wird, das empirische und theoretische Arbeiten aufeinander bezieht und Erprobungen in der Praxis einbezieht. Leitend sind die folgenden Forschungsfragen:

1. Wo und wie können soziale Innovationen die Energiewende beflügeln?

2. Wie sehen neue Formen der Beteiligung aus und worauf fußen diese? Welche sozialen Narrative liegen ihnen zugrunde? Welche Narrative sind entwicklungsfähig?

3. Wie kann ein Multilevel Approach so aufbereitet werden, dass er als orientierungsgebendes Konstrukt für die Energiewende fungiert?

4. Wie können auf dieser Basis Praxisimpulse gesetzt und Impact(s) erzielt werden?