KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Projektbereiche

Projekt Projekt zur Errichtung eines Virtuellen Instituts (VI) „Transformation – Energiewende NRW“

Leitung: Prof. Dr. Manfred Fischedick (Wuppertal Institut) und Prof. Dr. Claus Leggewie (KWI)
Koordination: Dr. Steven Engler (KWI), Katja Pietzner und Dr. Daniel Vallentin (Wuppertal Institut)

Partner: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH
Förderer: Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes NRW (MIWF); in Zusammenarbeit mit dem Cluster EnergieForschung.NRW
Laufzeit: 10/2013 - 02/2015

TeilnehmerInnen eines Workshops am 18. März 2014
© KWI, Foto: Steven Engler

Die Energiewende stellt die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen vor große technologische, ökonomische sowie soziale und kulturelle Herausforderungen. Technologisch stellt vor allem die Systemintegration erneuerbarer Energien bei einer zeitgleichen Gewährleistung eines hohen Niveaus an Versorgungssicherheit/-qualität eine der zentralen Aufgaben dar. Weitere Aspekte der angestrebten großen Transformation des Energiesystems umfassen Kompatibilitäts-herausforderungen, Investitions- und Wirtschaftlichkeitsherausfor-derungen (inkl. Wettbewerbsfähigkeit und Sozialverträglichkeit), Infrastruktur- und Ressourcenherausforderungen, die Notwendigkeit der Überwindung der natürlichen Beharrungskräfte etablierter Systeme, die gesellschaftliche Akzeptanz für die Umsetzung des Veränderungs-prozesses, Fragen der Teilhabe und Partizipation, Herausforderungen an die Politik zur Gestaltung eines integrativen Politikansatzes im Mehrebenensystem sowie die Notwendigkeit der Erweiterung des Innovationsverständnis (Systeminnovationen).

Für NRW als dem zentralen Energie- und Industriestandort in Deutschland führt die Energiewende zu besonderen Anforderungen. NRW zeichnet sich zum Beispiel durch seine industriellen Schwerpunkte, seine energieintensiven Branchen, die Abdeckung der gesamten Wertschöpfungskette für vielfältige Produkte und durch seine innere räumliche Differenzierung („Rheinschiene“, „Ruhrgebiet“, ländliche Räume, etc.) aus. Soziodemographisch findet sich in NRW europaweit die größte Bevölkerungsagglomeration, eine hohe Bevölkerungsdichte und eine umfassende Heterogenität der Gesellschaft. Zugleich ist NRW ein exzellentes Forschungsland, wie die Dichte seiner universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zeigt.

Der nachhaltige Umbau des Energiesystems in NRW soll zukünftig durch ein Virtuelles Institut (VI) „Transformation- Energiewende NRW“ wissenschaftlich unterstützt werden. Im Rahmen des Virtuellen Instituts sollen zum einen wichtige Themencluster entwickelt und die in diesen Bereichen arbeitenden Forschungseinrichtungen zusammengeführt werden. Die Koordination des Virtuellen Institutes obliegt dem Wuppertal Institut und dem Kulturwissenschaftlichen Institut. Dabei liegt der Schwerpunkt der Forschungsarbeiten auf den sozio-ökonomischen Implikationen der Energiewende unter Berücksichtigung der spezifischen nordrhein-westfälischen Rahmenbedingungen. Die Forschung ist daher stark komplementär zu Forschungsanstrengungen auf nationaler und europäischer Ebene angelegt. Das Virtuelle Institut wird zunächst folgende drei Forschungscluster in den Mittelpunkt stellen:

  • Industrielle Infrastrukturen (Verantwortung liegt beim Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH)
  • Governance und Partizipation (gemeinsame Verantwortung des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie GmbH und des KWI)
  • Mentalitäten und Verhaltensmuster (Verantwortung liegt beim KWI).


Weitere Partner: Forschungsstelle Bürgerbeteiligung, Bergische Universität Wuppertal; Bergische Gesellschaft für Ressourceneffizienz mbH, An-Institut der Bergischen Universität Wuppertal; Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln; Forschungszentrum Jülich, Institut für Energie- und Klimaforschung, Systemforschung und Technologische Entwicklung; Integratives Institut für Nachhaltige Entwicklung, Hochschule Bochum; Lehrstuhl für Wirtschaftswissenschaften der RWTH Aachen; Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik, Umsicht
Sozialforschungsstelle Dortmund, Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der TU Dortmund.