KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Pressemitteilungen 2013

  • 16. Dezember 2013, Nr. 42

pdf iconVortrag: „Why Multiculturalism is Not Dead“

Themen, die mit dem Stichwort „Multikulturalismus“ verknüpft sind, etwa der Streit um den Bau von Moscheen, die Reform des Staatsbürgerschaftsrechts oder das jüdische und muslimische Beschneidungsritual, rufen in Deutschland und den Nachbarländern weiterhin erregte gesellschaftliche Debatten hervor. In einer öffentlichen Vorlesung unter dem Titel „Why Multiculturalism is Not Dead“ wird Volker Heins, Leiter des Forschungsbereichs InterKultur am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), am 8. Januar im Rahmen der (englischsprachigen) Ringvorlesung „Ethics - Economics, Law & Politics“ an der Ruhr-Universität Bochum den Hintergrund einiger dieser Debatten ausleuchten und bewerten. Volker Heins ist Autor des Buches „Der Skandal der Vielfalt. Geschichte und Konzepte des Multikulturalismus“ (Campus Verlag, Frankfurt am Main 2013).

  • 20. November 2013, Nr. 41

pdf iconChancen für die Energiewende

Eine nachhaltige Transformation des deutschen Energiesystems bedarf einer breiten gesellschaftlichen Beteiligung. Das Forschungsprojekt SPREAD hat es sich zum Ziel gesetzt, die Verbreitung neuartiger Praktiken im Umgang mit Erneuerbaren-Energie-Technologien zu erforschen. Im Fokus stehen dabei Fallbeispiele, bei denen erfolgreich von Bürgerinnen und Bürgern getragene Energieprojekte entstanden, die die dezentrale Erzeugung und den Handel mit Strom aus regenerativen Quellen vorantrieben, bis zur Gründung von Bürger-Solaranlagen, und sich fortwährend professionalisierten.
Abendvortrag im Rahmen des Projektes SPREAD, 5. Dezember 2013, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

  • 18. November 2013, Nr. 40

pdf iconEine lebenswerte Zukunft für Alle? – Solidarität und Nachhaltigkeit

Der Begriff der Nachhaltigkeit enthält seit dem Brundtland-Bericht - 1987 von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen mit dem Titel „Our Common Future“ veröffentlicht - die Forderung nach der Integration sozialer, ökologischer und ökonomischer Dimensionen in zukünftige gesellschaftliche Entwicklungsprozesse. Schließlich implizieren Umweltprobleme wie der Klimawandel immer auch Fragen der Gerechtigkeit. So gibt es auf der globalen Ebene ein Ungleichgewicht zwischen Industrienationen und Ländern des globalen Südens und lokal bestehen Gerechtigkeitsfragen zwischen unterschiedlichen sozialen Gruppen und Milieus. Über einen längeren Zeithorizont ergibt sich zudem die Frage nach der Verantwortung für zukünftige Generationen.
Podiumsdiskussion, 4. Dezember 2013, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)

  • 14. November 2013, Nr. 39

pdf icon“The Post-Disaster Space: Recovery, Recuperation and Adaptation. Research Experiences from the Global North and South

In den letzten Jahren verzeichneten unterschiedliche Wissenschaftsdisziplinen Fortschritte in der Erforschung der globalen Bedeutung von Naturkatastrophen. Die Berücksichtigung kultureller Katastrophenbewältigungs- und Vermeidungsmuster auf der lokalen Gemeinschafts- sowie auf administrativer Ebene, die post-Desaster-Phasen prägen, fanden hingegen bisher relativ wenig Eingang in die Debatte. Am 3. Dezember findet der Workshop “The Post-Disaster Space: Recovery, Recuperation and Adaptation. Research Experiences from the Global North and South” im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) statt.

  • 13. November 2013, Nr. 38

pdf iconDer Literarische Salon: Autorin Joanna Bator in Essen

Wann sind sich Kritiker schon mal einig, dass ein Buch sie wunschlos glücklich macht? Joanna Bator hat das mit ihrem Roman „Sandberg“ (Suhrkamp Verlag, 2011) geschafft. Die 1968 geborene Polin erzählt in ihren Büchern hart und schonungslos, spannt den literarischen Bogen über mehrere Generationen bis hin zum Zweiten Weltkrieg zurück und lässt vor allem Frauen agieren. Zwischen Plattenbausiedlungen und Katholizismus entfaltet sich ein Kaleidoskop an Emotionen, Wünschen und Träumen, europäischer Geschichte und Geschichten. Im Literarischen Salon spricht sie am 27. November unter anderem über ihren aktuell auf Deutsch erschienenen Roman „Wolkenfern“ (Suhrkamp Verlag, 2013). Mit dabei ist auch Joanna Bators Übersetzerin Esther Kinsky, eine deutsche Schriftstellerin von eigenem Rang.

  • 11. November 2013, Nr. 37

pdf iconLesart Spezial: Schrei vor Glück oder: Können Konsumenten Bürger sein?

Verbraucherinnen und Verbraucher gelten als der schlafende Riese im politischen System – und als Machtfaktor, wenn er denn aufwacht, seine Käufermacht an der Kasse bündelt und bestimmte Produkte oder Dienstleistungen boykottiert. Vorherrschend sind jedoch die Slogans „Geiz ist geil“ und „Schrei vor Glück!“. Ob es auch anders geht und wie Konsumenten-Bürger einen Beitrag zur Demokratie leisten, diskutiert Claus Leggewie mit seinen Gästen Prof. Jörn Lamla (Universität Kassel), Autor des jüngst erschienenen Buches „Verbraucherdemokratie. Politische Soziologie der Konsumgesellschaft“ (Suhrkamp Verlag, 2013), und dem Ökonomen Prof. Birger Priddat von der Universität Witten-Herdecke. Priddat wird das Buch „Schrei vor Glück – Zalando oder Shoppen gehen war gestern“ (Orell Füssli Verlag, 2013) des Wirtschaftsjournalisten Hagen Seidel über das Berliner Mode-Unternehmen Zalando vorstellen.

  • 5. November 2013, Nr. 36

pdf iconCineScience Film und Gewalt: Gewalt der Bilder – gewalttätige Bilder?

Im Film „Marathon Man“ (1976) wird Dustin Hoffman alias „Babe“ von einem ehemaligen Naziarzt an einen Zahnarztstuhl gefesselt und ohne Betäubung mit dem Bohrer malträtiert. Ein Bild dazu gibt es nicht, nur die Schmerzensschreie von „Babe“ lassen diese Szene zu einer vieldiskutierten Schlüsselstelle in der Filmgeschichte werden. Aktuellere Filme wie „Saw“ (2004) oder „Hostel“ (2006) verzichteten nicht mehr auf die explizite Darstellung des eigentlichen Gewaltaktes und setzten damit neue Maßstäbe. Warum verschieben sich diese Grenzen, und, was bewegt die Zuschauer dazu, sich diese Filme anzuschauen? Über diese Fragen diskutieren am 19. November im Essener Filmkunsttheater Eulenspiegel der Historiker Marcel Siepmann (KWI) und der Kultur- und Sozialwissenschaftler Christoph Spehr anhand verschiedener Filmausschnitte aus „A Clockwork Orange“, „Marathon Man“ und „Hostel“ mit dem Publikum. Die vom KWI und dem Filmstudio Glückauf veranstaltete Reihe CineScience wird vom Verein zur Förderung des KWI gefördert.

  • 29. Oktober 2013, Nr. 35

pdf iconTagung: „Milieu. Konzeptionen und Transformationen von Umgebungswissen

Sei es im gesellschaftlichen, ökologischen oder auch im medizinischen Bereich: Fragen, die auf das Verhältnis vom Lokalen zum Globalen zielen, die sich mit den Beziehungen des Subjekts zu seiner Umwelt beschäftigen und daher an einer Vertiefung von Umgebungswissen interessiert sind, ziehen sich quer durch die Disziplinen. So vielschichtig sowohl die Fragen, als auch die Antworten darauf ausfallen, verweisen sie doch vielfach auf einen Begriff: Milieu. Eine interdisziplinäre Tagung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) am 28. und 29. November 2013 nimmt diesen wissenschaftlich weit verbreiteten, bislang aber noch theoretisch unbestimmten Begriff in den Fokus.

  • 24. Oktober 2013, Nr. 34

pdf iconVortrag: Jerusalem – Konflikte und Konfliktbilder

Jerusalem, Yerushalayim, Al Quds: Die etymologische „Stadt des Friedens“, die drei Weltreligionen als heilig gilt, ist seit Jahrhunderten ein unbeständiges Gemisch gegenläufiger Interessen. Israelis und Palästinenser leben hier Seite an Seite, jedoch von geistigen wie physischen Grenzen getrennt. Volker Heins, Leiter des Forschungsbereichs InterKultur am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), spricht am 9. November bei PACT Zollverein über die Konflikte und Konfliktbilder der Stadt und geht der Frage nach, welche Bedeutung die Grenzen in Jerusalem für die Menschen haben, die durch sie getrennt oder auch miteinander verbunden werden.
Im Anschluss an den Vortrag feiert die Dokumentations-Performance „Jerusalem [Holocene #1.2]“ des belgischen Künstlerkollektivs BERLIN Deutschlandpremiere.

  • 10. Oktober 2013, Nr. 33

pdf iconPlädoyer für eine neue Geschichtsphilosophie

Vor dreißig Jahren erschien der erste Band von Jörn Rüsens „Historik“, zwei weitere Bände folgten in den Jahren 1986 und 1989, in der er die Grundlagen, den Status und die Funktion des historischen Denkens untersuchte. Das Buch wurde zu einem Standardwerk, das maßgeblich dazu beitrug, der deutschen Geschichtswissenschaft ein wissenschaftstheoretisches Fundament zu geben. Jetzt ist eine grundlegend überarbeitete und ergänzte Version der „Historik“ im Böhlau Verlag erschienen, in der Rüsen neue Perspektiven des Denkens über Geschichte angesichts der kulturellen Herausforderungen der Globalisierung entwickelt. Der Autor stellt am 4. November im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) zentrale Aspekte der Neuauflage vor.

  • 8. Oktober 2013, Nr. 32

pdf iconBuchvorstellung und Diskussion: „Der Skandal der Vielfalt. Geschichte und Konzepte des Multikulturalismus

Der Streit um den Multikulturalismus – um religiöse Symbole, Sprachkompetenz von Migranten, Import internationaler Konflikte, Chancen auf dem Arbeitsmarkt – berührt grundlegende Fragen von Identität, Differenz und Solidarität, die weder im Nationalstaat noch im vereinten Europa gelöst worden sind. Diese These vertritt der Sozialwissenschaftler Volker Heins, Leiter des Forschungsschwerpunkts InterKultur am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), in seinem jüngst erschienenen Buch „Der Skandal der Vielfalt. Geschichte und Konzepte des Multikulturalismus" (Campus Verlag). Am 29.Oktober diskutiert Volker Heins mit Claus Leggewie, Micha Brumlik und Darja Klingenberg im KWI über den politischen und gesellschaftlichen Umgang mit kultureller Vielfalt.

  • 24. September 2013, Nr. 31

pdf iconLesart Spezial: „Wär‘ ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ Vom leisen Sterben der sozialen Marktwirtschaft

Die Schere zwischen Arm und Reich wird immer größer, der Mittelstand schrumpft. Während die einen von ihrem Job kaum noch leben können, gibt es eine kleine Gruppe „Superreicher“, die mit ihrem Vermögen eine neue globale Klasse bildet. Wie ist dieses gesellschaftliche Phänomen einzuordnen und welche Auswirkungen hat es auf die Demokratie? Diese Fragen diskutieren am 8. Oktober der Wirtschaftswissenschaftler Rudolf Hickel und Soziologe Michael Hartmann bei Lesart Spezial im Essener Grillo-Theater anhand neuer Bücher zum Thema unter der Moderation von Peter Lange, Chefredakteur des Deutschlandradio Kultur.

  • 23. September 2013, Nr. 30

pdf iconKlimaschutz in der Energieversorgung - aber wie?

In welchem Verhältnis stehen Demokratie und Wirtschaft? Wie funktionieren Entscheidungsprozesse, wenn es um Großprojekte geht? Und können wir das Problem des Klimawandels überhaupt technologisch in den Griff kriegen? Dies sind zentrale Fragen, denen die Kulturanthropologin und Regisseurin Johanna Ickert in ihrem Dokumentarfilm „Energieland“ nachgeht. Anhand ausgewählter Filmauszüge zeigt die Veranstaltung am 14. Oktober im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), wie sich Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Protest in diesen komplexen Energiekonflikt einbringen und damit sowohl auf die Entwicklung der CCS-Technologie als auch auf die Energiewende Einfluss nehmen. Filmvortrag und Diskussion werden von den Forschungsschwerpunkten KlimaKultur und PartizipationsKultur am KWI veranstaltet.

  • 04. September 2013, Nr. 29
Kaum einem Film wurde so oft vorgeworfen, reale Gewalt zu provozieren, wie „Natural Born Killers“ (1994) von Oliver Stone. Über die Zusammenhänge zwischen Filmgewalt und realer Gewalt diskutieren am 17. September der Medienwissenschaftler Christian Stewen (Ruhr-Universität Bochum) und der Soziologe Sebastian Wessels (Kulturwissenschaftliches Institut Essen, KWI) anhand ausgewählter Szenen aus diesem Werk im Essener Filmstudio Glückauf. Das Publikum ist eingeladen, an der Diskussion im Rahmen der Reihe CineScience Film und Gewalt teilzunehmen. Die vom KWI und dem Filmstudio Glückauf veranstaltete Reihe wird vom Verein zur Förderung des KWI gefördert.

  • 28. August 2013, Nr. 28
Seine Romane verarbeiten europäische Geschichte und geben dem Einzelnen eine Stimme: Aris Fioretos, 1960 als Sohn österreichisch-griechischer Eltern in Göteborg geboren, ist am 11. September zu Gast beim Literarischen Salon und spricht unter anderem über sein aktuelles Buch „Die halbe Sonne“ (Hanser Verlag, 2013). Es ist ein Roman über den eigenen Vater, der mit dem Tod beginnt und mit der Geburt des Erzählers aufhört – rückwärts erzählt, eigensinnig, versponnen und sehr berührend. Der gefeierte schwedische Schriftsteller ist vielfach ausgezeichnet, darunter mit dem Literaturpreis der SWR-Bestenliste und dem Kellgrenpreis der Schwedischen Akademie. Fioretos hat mehrere Prosa- und Essaybände sowie Romane veröffentlicht und zahlreiche Bücher ins Schwedische übersetzt. Seit 1997 lebt Fioretos als freier Schriftsteller in Stockholm und Berlin.

  • 27. August 2013, Nr. 27

pdf iconLesart Spezial: Vor der Bundestagswahl - Welche Wahl haben wir?

Die Lesart Spezial-Ausgabe am 10. September steht ganz im Zeichen der Bundestagswahl: Jakob Augstein, Journalist und Verleger der Wochenzeitung Der Freitag, und die freie Journalistin Hannah Beitzer streiten nicht um Personen und Koalitionen, sondern erklären, dass Politik anders funktioniert als es das normale Geschäft einer Bundestagswahl vorgaukelt. Augstein stellt seine im Carl Hanser Verlag erschienene Publikation „Sabotage. Warum wir uns zwischen Demokratie und Kapitalismus entscheiden müssen“ (2013) vor, Beitzer spricht über ihr Buch „Wir wollen nicht unsere Eltern wählen. Warum Politik heute anders funktioniert“ (Rowohlt Verlag 2013).

  • 12. August 2013, Nr. 26

pdf iconEU-Parlamentspräsident Martin Schulz spricht am 30. August mit Claus Leggewie über Europas Weg aus der Krise

Welches Europa wollen wir? Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, will ein starkes demokratisches Europa, er fordert vehement einen politischen Umbau der EU. In seiner Streitschrift „Der gefesselte Riese. Europas letzte Chance“ (Rowohlt 2013) zeichnet er in einer ausführlichen Roadmap einen sozialdemokratischen Gegenentwurf zur aktuellen europäischen Krisenpolitik und erklärt, was sich ändern muss, damit die EU und ihre Bürger nicht zum ökonomischen und politischen Spielball anderer Weltregionen wie China, Indien oder den USA werden. Am 30. August spricht Schulz in der Philharmonie Essen auf Einladung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) mit KWI-Direktor Claus Leggewie über die Thesen seiner Streitschrift und diskutiert sie im Anschluss mit dem Publikum.

  • 9. Juli 2013, Nr. 25

pdf iconCineScience Film und Gewalt: Kriegsbilder in „Deutschen Wochenschauen"

Ein großer Teil des Materials moderner Dokumentarfilme über den Zweiten Weltkrieg stammt aus Produktionen, die das NS-Regime hinterlassen hat. Unsere visuelle Vorstellung des Krieges ist also bis heute von Ausschnitten aus Propagandamedien geprägt. Wie aber wirkt dasselbe Material im Original? Die Historikerin Tatjana Tönsmeyer (KWI) und der Filmpublizist Kay Hoffmann (Haus des Dokumentarfilms) zeigen am 23. Juli im Rahmen der Reihe „CineScience Film und Gewalt“ im Essener Filmstudio Glückauf Szenen aus verschiedenen Wochenschauen aus dem Jahr 1941 und analysieren im Abgleich mit den historischen Fakten die filmischen Mittel, mit denen die Szenen ihre verklärende Wirkung erzielen. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und des Filmstudio Glückauf, gefördert durch den Verein zur Förderung des KWI.

  • 20. Juni 2013, Nr. 24

pdf iconMobilität von morgen – Bilder, die (uns) bewegen

Wie wird die Mobilität in 20 Jahren aussehen? Welche Bilder von Mobilität gab es in früheren Generationen? Wie hat sich die Mobilität verändert? Wie wollen und können wir sie in Zukunft gestalten? In einem öffentlichen Dialog bietet das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) am 13. Juli in der Essener Innenstadt die Möglichkeit, sich über Bilder der Mobilität auszutauschen und neue Bilder zu entwickeln. Aus Erinnerungen, Videos, Diskussionen der Teilnehmenden und Vorträgen ergibt sich eine Vorstellung von der Bedeutung und den Formen der Bewegungsfreiheit in der Stadtgesellschaft der Gegenwart. Alle Interessierten sind eingeladen, sich am „Zeichnen“ von Zukunfts-Bildern zu beteiligen und ihren Vorstellungen von der Mobilität in zwanzig Jahren Ausdruck zu verleihen. Während der Veranstaltung werden diese Vorstellungen von Künstlerinnen und Künstlern dokumentiert und geben den Visionen eine sichtbare Gestalt. Eine Diskussion über die Möglichkeiten der Umsetzung und eigene Gestaltungsmöglichkeiten rundet die Veranstaltung „Mobilität von morgen – Bilder, die (uns) bewegen“ ab.

  • 13. Juni 2013, Nr. 23

pdf iconMigration und Komik: Kurzfilm und Diskussion im Rahmen des Kulturpfadfestes

Welche Rolle spielen Humor und Satire in der Einwanderungsgesellschaft Deutschland? Welche Potentiale haben Kabarett und Comedy für die Selbstdarstellung von Zugewanderten für die Verarbeitung ihrer Migrationsgeschichte sowie für ihre deutsche Zugehörigkeit? Welche Art der Abgrenzung bzw. der Identifikation findet auf der Bühne statt? Wie sieht die Interaktion mit dem Publikum aus? Und, wann bleibt die Komik aus? Vor dem Hintergrund dieser Fragestellungen zeigt das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) in Kooperation mit dem Essener Katakomben-Theater am 28. Juni in einem videographischen Kurzfilm Ausschnitte aus den Bühnenprogrammen deutsch-türkischer KünstlerInnen wie Fatih Cevikkollu, Murat Topal sowie den „Trockenblumen“ (Lilay Huser & Marcia Golgowsky, Wupper-Theater). Im Anschluss an die Präsentation wird die Thematik sowie die Wirkung dieser Komik-Episoden mit dem Publikum diskutiert. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kulturpfadfestes Essen von 17 bis 18.30 Uhr im KWI statt.

  • 11. Juni 2013, Nr. 22

pdf iconWie lässt sich das Recht auf Gesundheit weltweit umsetzen?

Gerechtigkeit, Armut und Gesundheit sind zentrale Themen der Arbeit Thomas Pogges, Leitner Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten und Direktor des Global Justice Program an der University of Yale. Pogge verbindet seine philosophische Analyse und Argumentation mit praktischen Reformvorschlägen, die zu mehr Gerechtigkeit führen würden. Am 2. Juli spricht Pogge auf Einladung des Lehrstuhls für Praktische Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) im KWI über einen seiner wichtigsten Reformvorschläge, den „Health Impact Fund“ (HIF): Ziel der HIF-Initiative ist die Etablierung eines neuartigen Anreizsystems zur Erforschung und Entwicklung von Medikamenten, das weltweit zu einer besseren Versorgung mit lebenswichtigen Medikamenten führen soll.

  • 5. Juni 2013, Nr. 21

pdf iconWBGU übergibt Gutachten „Welt im Wandel – Menschheitserbe Meer“

Die Meere sind gemeinsames Erbe der Menschheit und sollten langfristig einen entsprechenden völkerrechtlichen Status erhalten. Dadurch würden sie besser geschützt und ihre nachhaltige Nutzung würde gesichert, so der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in seinem neuen Hauptgutachten „Welt im Wandel – Menschheitserbe Meer“, das heute der Bundesregierung übergeben wird. Der WBGU hält in Berlin seine konstituierende Sitzung ab, zu seinen neun Mitgliedern zählt der Politikwissenschaftler und Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), Professor Dr. Claus Leggewie. Leggewie gehört dem WBGU seit 2008 an und forscht zu Fragen der Demokratie und Bürgerbeteiligung in Bezug auf den Klimawandel.

  • 27. Mai 2013, Nr. 20

pdf iconVerleihung des Kulturwissenschaftlichen Dissertationspreises 2013

Die Sieger des Kulturwissenschaftlichen Dissertationspreises 2013 stehen fest: Der erste Preis geht in diesem Jahr an Sarah Weber (Ruhr-Universität Bochum), der zweite Preis an Nina Preyer (Universität Duisburg-Essen). Die Dissertation von Frau Weber trägt den Titel „Malta und die Boatpeople. Eine Ethnologie der interkulturellen Begegnung“. Frau Preyer setzt sich in ihrer Forschungsarbeit mit dem Thema „Severo Sarduys Zeichenkosmos. Theorie und Praxis einer Romanpoetik des neobarroco cubano“ auseinander. Der Dissertationspreis wird vom Förderverein des KWI vergeben und von der Stiftung für Kulturwissenschaften unterstützt. Im Rahmen der öffentlichen Preisverleihung, die am 10. Juni von 15 bis 16 Uhr im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) stattfindet, erläutern und kommentieren die Preisträgerinnen ihre Thesen und Ergebnisse.

  • 24. Mai 2013, Nr. 19

pdf iconBuchvorstellung und Diskussion mit Ralf Fücks: „Intelligent wachsen – Die grüne Revolution“

Am 10. Juni 2013 wird Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung und ehemaliger Bundesvorsitzender der Grünen, am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) sein neues Buch „Intelligent wachsen – Die grüne Revolution“ (Februar 2013, Hanser Verlag) zur Diskussion stellen. Ralf Fücks beschäftigt sich seit Jahren mit Fragen der ökonomisch-ökologischen Modernisierung unserer Gesellschaft, ob in der Praxis als ehemaliger Senator für Umwelt und Stadtentwicklung in Bremen oder programmatisch als Mitglied der Grundsatzprogrammkommission der Grünen.

  • 15. Mai 2013, Nr. 18

pdf iconVortrag und Diskussion: Gedächtnis von Katastrophen

Seit dem Großen Erdbeben in Ost-Japan am 11. März 2011 setzen sich Experten unterschiedlicher Fachgebiete mit den Problemen von Katastrophen auseinander. Die Pädagogik und Erziehungswissenschaft in Japan befasst sich bislang vornehmlich mit der gegenwärtigen und künftigen Schadensvorbeugung. Eine systematische Erforschung der Erinnerung an Katastrophen gibt es nicht. Am Beispiel des „Großen Erdbebens“ („Hanshin-Awaji“) von 1995 untersucht Professor Jun Yamana von der Kyoto University in seinem Vortrag am 28. Mai im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) die Erinnerungskultur bezüglich dieses katastrophalen Ereignisses. Der Fokus liegt dabei auf der Architektur als Medium der Erinnerung. Der Vortrag ist eine Kooperationsveranstaltung des Lehrstuhls für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Technischen Universität Dortmund und des KWI.

  • 13. Mai 2013, Nr. 17

pdf iconKWI-Direktor Claus Leggewie erneut in WBGU berufen

Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), ist zum zweiten Mal in Folge in den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen (WBGU) berufen worden. Das Bundeskabinett hat am 8. Mai 2013 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Peter Altmaier und Forschungsministerin Johanna Wanka die Berufung der aktuellen Beiratsmitglieder beschlossen. Leggewie ist seit 2008 WBGU-Mitglied und berät die Bundesregierung zu Fragen globaler Umwelt- und Entwicklungsprobleme.

  • 8. Mai 2013, Nr. 16

pdf iconDer Literarische Salon: Autor F. C. Delius in Essen

Friedrich Christian Delius ist seit fast fünf Jahrzehnten Akteur und Beobachter des deutschen Geisteslebens. Seine Erzählungen und Romane machen ihn zu einem der bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart. Für seine Bücher hat er in den vergangenen Jahren zahlreiche Preise erhalten, darunter 2011 den Büchner-Preis, die wichtigste literarische Auszeichnung Deutschlands. Am 22. Mai spricht der Schriftsteller im Essener Grillo-Theater unter anderem über seinen aktuellen im Rowohlt Verlag erschienenen Roman „Als die Bücher noch geholfen haben“ (2012). In dem Erinnerungsband liefert Delius bestechende Deutungen der tiefen politischen Spaltungen von den Sechzigern bis zur Wendezeit, zeichnet Porträts von Weggefährten und Autoren wie Wolf Biermann, Heiner Müller oder Günter Kunert und redet über das Glück der Literatur.

  • 8. Mai 2013, Nr. 15

pdf iconCineScience Film und Gewalt: Gewalt in den Filmen von Quentin Tarantino

Gewalt auf komische und unterhaltsame Weise darzustellen ist ein Markenzeichen der Filme von Quentin Tarantino. Darüber ist viel diskutiert worden und manche Kritiker werfen Tarantino sogar Gewaltverherrlichung vor. Die Literaturwissenschaftler Susanne Kaul und Jean-Pierre Palmier von der Universität Bielefeld analysieren am 21. Mai im Rahmen der Reihe CineScience Film und Gewalt im Essener Filmstudio Glückauf, mit welchen filmischen Mitteln die Gewalt dargestellt wird, und reflektieren den Gewaltdiskurs anhand von Tarantinos Gesamtwerk. Dabei stellen sie unter anderen Filmszenen aus „Reservoir Dogs“, „Pulp Fiction“, „Kill Bill: Vol.1/2“ und „Inglourious Basterds“ vor. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und des Filmstudio Glückauf, gefördert durch den Verein zur Förderung des KWI.

  • 2. Mai 2013, Nr. 14

pdf iconLesart Spezial: „Zweierlei Ansichten: Weltpolitik zwischen Krieg und Frieden"

Politiker und Diplomaten stehen im Laufe ihrer Karriere oft vor schwierigen und weitreichenden Entscheidungen. Bei der nächsten Lesart Spezial am 14. Mai im Essener Grillo Theater stehen die Bücher zweier internationaler Spitzenpolitiker und –diplomaten im Zentrum, in denen diese ihren Umgang mit schwierigen Entscheidungen schildern. Moderator Peter Lange vom Deutschlandradio Kultur spricht mit dem ehemaligen Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit, Karsten Voigt, über das Buch des ehemaligen US-Außenministers Colin Powell „Leadership – Regeln, die mich durchs Leben führten“ (Hoffmann und Campe 2013). Charles King Mallory IV, Executive Director des Aspen Institutes in Berlin, stellt Kofi Annans Buch „Ein Leben in Krieg und Frieden“ (DVA 2013) vor. Darin schildert der ehemalige UN-Generalsekretär Erfolge und Schwierigkeiten seiner Vermittlungsbemühungen im Auftrag der Vereinten Nationen.

  • 25. April 2013, Nr. 13

pdf iconInternationaler Workshop: The Future of Religious Pluralism in Europe

Konflikte um Kopftücher, Blasphemie, das Schächten von Tieren oder die rituelle Beschneidung von Jungen haben in den vergangenen Jahren immer wieder sowohl Muslime als auch Juden in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gerückt und zahlreichen Angriffen ausgesetzt. Wie reagieren unsere Gesellschaften auf die Herausforderungen wachsender kultureller Vielfalt? Wie verhalten sich verschiedene Minderheiten zueinander? Wie steht es um die Zukunft des religiösen und ethnischen Pluralismus in Europa? Diese und andere Fragen werden auf einem prominent besetzten Workshop im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) diskutiert, den das KWI in Zusammenarbeit mit dem Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa (EZIRE) am 17. und 18. Mai 2013 veranstaltet.

  • 15. April 2013, Nr. 12

pdf iconPodiumsdiskussion: Ende der globalen Klimadiplomatie

Haben die Staats- und Regierungschefs angesichts scheinbar drängenderer Probleme den Stillstand in der internationalen Klimapolitik akzeptiert und nehmen sie Benachteiligungen zukünftiger Generationen wissend in Kauf? Ist die „Mittlerdemokratie“ durch NGOs am Ende ihrer Möglichkeiten angelangt? Wo liegen die Grenzen lokaler Umsetzungsmöglichkeiten und werden die BürgerInnen westlicher Industrienationen mit Verhaltenserwartungen überfrachtet? Über diese Fragen diskutieren am 6. Mai ausgewiesene WissenschaftlerInnen und ExpertInnen auf Einladung des Graduiertenkollegs „Herausforderung der Demokratie durch Klimawandel“ des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und der Hans-Böckler-Stiftung im KWI.

  • 9. April 2013, Nr. 11

pdf iconBuchvorstellung: Das zionistische Israel

Seit der Gründung des Staates Israel 1948 ist der Nahe Osten in Konflikte verwickelt und das Palästinaproblem erscheint auf absehbare Zeit unlösbar. Am 22. April ist die Autorin Tamar Amar-Dahl mit ihrem aktuellen Buch „Das zionistische Israel. Jüdischer Nationalismus und die Geschichte des Nahostkonflikts“ (2012) in der Essener Buchhandlung Proust und spricht mit dem Historiker Uri Kaufmann über die Ursachen dieser Dauerkrise. Moderiert wird die Veranstaltung von KWI-Direktor Claus Leggewie. Die Buchpräsentation ist eine Veranstaltung der Buchhandlung Proust in Zusammenarbeit mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) und dem Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen.

  • 27. März 2013, Nr. 10

pdf iconTagung: Urban Transformations in the United States

In ihrem ersten gemeinsamen Forschungsprojekt “Spaces – Communities – Representations: Urban Transformations in the USA” widmen sich die Amerikanist/innen und Historiker/innen der drei Universitäten der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) der Narration städtischer Transformation in den USA. Das von der Stiftung Mercator im MERCUR-Programm geförderte Projekt öffnet sich am 19. und 20. April 2013 erstmals bei der in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) veranstalteten Tagung „Urban Transformations in the United States“ der interessierten Öffentlichkeit. Expert/innen aus unterschiedlichen Bereichen der Urban Studies werden zwei Tage lang mit den Doktorand/innen des Projekts aus kulturwissenschaftlicher, literaturwissenschaftlicher und historischer Perspektive städtische Transformationsprozesse diskutieren.

  • 26. März 2013, Nr. 9

pdf iconFachgespräch: (De-)Stabilisierung einer Region?

Der arabische Frühling hat in den Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens große Veränderungen gebracht, die sich teils unter extremer Gewalt vollzogen haben. Was bedeuten die Umbrüche für die Lebenswelten ethnischer und religiöser Minderheiten der von jahrhundertelanger Vielfalt geprägten südlichen und östlichen Mittelmeerregion? Was lässt sich über Handlungsspielräume und Zukunftsprognosen der verschiedenen betroffenen Gruppen sagen? Und wie werden diese Prozesse im „Westen“ betrachtet? Über diese Fragen sprechen am 9. April namhafte Wissenschaftler und Experten im Museum Folkwang in Essen. Das Fachgespräch findet begleitend zur Ausstellung „Kairo. Offene Stadt – Neue Bilder einer andauernden Revolution“ und im Rahmen der Reihe „Wissenschaft im Fokus“ des Wissenschaftsforums Ruhr statt.

  • 5. März 2013, Nr. 8

pdf iconLesart Spezial: Machtspiele der Politik

Um Macht und Moral in der nationalen Politik am Beispiel der größten Partei Deutschlands, der Christlich Demokratischen Union (CDU), geht es in der Reihe Lesart Spezial am 19. März im Essener Grillo-Theater. Korbinian Frenzel, Redakteur des Deutschlandradio Kultur, spricht mit den politischen Autoren und Publizisten Stephan Hebel und Stefanie Waske über ihre neu zum Thema erschienenen Bücher: Hebel wirft Angela Merkel in seinem Buch Betrug vor, Stefanie Waske schreibt über einen geheimen Nachrichtendienst von CDU und CSU im Kalten Krieg.

  • 4. März 2013, Nr. 7

pdf iconVortrag: Gewaltkarrieren junger Frauen

Wie geraten junge Mädchen und Frauen in regelrechte Gewaltkarrieren und weshalb begehen sie wiederholt Gewalttaten, die mit Bewährungs- oder gar Gefängnisstrafen geahndet werden? Inwieweit können Institutionen wie Schule und Jugendhilfe auf diese Entwicklung positiv Einfluss nehmen? Über diese Fragen spricht die Dortmunder Erziehungswissenschaftlerin Claudia Equit in einem Vortrag am 18. März im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sozialforschung und Politikberatung“ des Vereins zur Förderung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI).

  • 26. Februar 2013, Nr. 6

pdf iconDer Literarische Salon: Autor Mircea Cărtărescu in Essen

15 Jahre lang schrieb Mircea Cărtărescu an seiner Romantrilogie „Orbitor“, die in den Hinterhöfen der rumänischen Hauptstadt Bukarest in den 1960er und 1970er Jahren spielt, ein halluzinatorisches Werk von ungeheuerlicher Sprachkraft. „Eines der großartigsten, exzessivsten Werke der Gegenwartsliteratur“, nannte es der Deutschlandfunk, „genial, gigantisch, größenwahnsinnig“, jubelte die Frankfurter Rundschau. Am 6. März ist der Schriftsteller zu Gast beim Literarischen Salon in der Essener Buchhandlung Proust. Er spricht unter anderem über seinen im Zsolnay Verlag erschienenen Roman „Der Körper“ (2011), dem zweiten Teil der „Orbitor“-Trilogie, für den er mit dem Internationalen Literaturpreis ausgezeichnet wurde.

  • 20. Februar 2013, Nr. 5

pdf iconWorkshop: Torture and Targeted Killing of Terrorists

Western societies are torn between the need for security and the fear of loss of human and civil rights, as it happened in Guantanamo Bay. You could save thousands of lives, if you tortured just one terrorist to confess the location of a bomb. But should you do it? How far does the concept of self-defence reach? Can there be justification for preventive war? These questions have gained even more importance since the underlying ethical problems attract increasing media attention. During the workshop on 8th and 9th March at the Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI) researchers from Philosophy and Politics will present philosophical arguments and discuss their theses on the morality and legality of torture, preventive war and targeted killing. The workshop is organised by the Chair of Practical Philosophy, focusing on Political Philosophy and Philosophy of Law, at the Ruhr-Universität Bochum and the KWI.

  • 7. Februar 2013, Nr. 4

pdf iconVortrag: Entfremdung vom Herkunftsmilieu - Ein deutsch-türkischer Vergleich

„Vom Ghetto-Kid zum Gangsta-Rapper oder Fußballprofi“: Was ermöglicht der schulische und akademische Werdegang erfolgreicher „Bildungsaufsteiger aus benachteiligten Milieus“? Über diese und weitere Fragen rund um das Thema „Bildungsaufstiege“ spricht der Bochumer Sozialwissenschaftler Aladin El-Mafaalani am 18. Februar 2013 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). El-Mafaalani wird im Rahmen seines öffentlichen Vortrages unter anderem über eine Vielzahl von Studien referieren, die den Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg deutlich nachweisen.

  • 16. Januar 2013, Nr. 3

pdf iconDer Literarische Salon: Autor Gerbrand Bakker in Essen

Der Bauer taucht in heutigen Romanen nur noch selten auf. Seit 2006 aber sorgt der 1962 geborene Niederländer Gerbrand Bakker mit seinen Romanen, die tatsächlich Bauerndramen sind, europaweit für Furore. Bakker ist der Erzähler des untergegangenen bäuerlichen Milieus, der Landschaft und der Tiere. In seinen Geschichten geht es um Sterblichkeit und das Sterben, das er lakonisch und andeutungsweise, oft auch mit trockenem Witz aus der Verdrängung durch die modernen Gesellschaften heraushebt. Bakker wird unter anderem über seine im Suhrkamp Verlag erschienenen Romane „Der Umweg“ (2012) und „Tage im Juni“ (2011) sowie über sein Buch „Komische Vögel“ (Insel Verlag, 2012) sprechen.

  • 15. Januar 2013, Nr. 2

pdf iconBuchvorstellung: Schlüsselwerke der Kulturwissenschaft

Mit der Entstehung der Kulturwissenschaften bilden sich neue transdisziplinäre und zunehmend auch transkulturelle Wissensordnungen heraus, eine Vielzahl neuer Studiengänge wurde ins Leben gerufen. Doch was ist der Kern der „Kulturwissenschaften“? Das im Bielefelder transcript-Verlag erschienene Nachschlagewerk „Schlüsselwerke der Kulturwissenschaften“ (2012) unternimmt erstmals den Versuch, Schlüsselwerke der Kulturwissenschaften in einem Band in verständlicher Sprache zu versammeln. Am 29. Januar stellen die Herausgeberinnen und Herausgeber Claus Leggewie, Dariuš Zifonun, Anne Lang, Marcel Siepmann und Johanna Hoppen das neue Werk im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) der Öffentlichkeit vor.

  • 11. Januar 2013, Nr. 1

pdf iconLesart Spezial: Entfesselte Finanzmärkte

Die Finanzmarktkrise verschärft sich und Staaten und Gesellschaften wirken hilflos. Wie Banken und Börsen als soziale Institutionen funktionieren, was dort schief läuft und wie man ein besseres, den Menschen und Unternehmen dienendes Finanzsystem schaffen kann, wird in der nächsten Lesart Spezial-Ausgabe am 22. Januar im Essener Grillo-Theater thematisiert. Moderiert von KWI-Direktor Claus Leggewie wird der Soziologe Klaus Kraemer sein Buch „Entfesselte Finanzmärkte. Soziologische Analysen des modernen Kapitalismus“ (Campus Verlag, 2012) vorstellen. Georg Schuermann, Geschäftsführer der deutschen Niederlassung Triodos Bank N. V., wird über Robert J. Shillers „Märkte für Menschen. So schaffen wir ein besseres Finanzsystem“ (Campus Verlag, 2012) sprechen.
Miriam Wienhold, 14. Nov 2017 15:01