KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Pressemitteilungen 2012

  • 10. Dezember 2012, Nr. 57

pdf iconCineScience Zukunftsprojekt Erde: Ein Neandertaler im Jahr 102012? Handeln unter Unsicherheit

Was bedeutet es, wenn Atommüll für mindestens 100.000 Jahre sicher gelagert werden muss, wir heute aber kaum verstehen, wie der Neandertaler vor 30.000 Jahren gehandelt hat? Welche Verantwortung ergibt sich daraus für uns und unser gegenwärtiges Handeln, welche Schlussfolgerungen ziehen wir aus den Unsicherheiten wissenschaftlicher Forschung? Diesen Fragen gehen die Politikwissenschaftlerinnen Anne Kroh und Sophia Schönborn und der Historiker Armin Flender vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) am 18. Dezember im Essener Filmstudio Glückauf nach und präsentieren dafür unter anderem Ausschnitte aus dem mehrfach ausgezeichneten Dokumentarfilm „Into Eternity“ über ein Atommüll-Endlager in Finnland.

  • 29. November 2012, Nr. 56

pdf iconLesart Spezial: Kulturland Deutschland. Eine Ermunterung

Wie kann man das Kulturland Deutschland bewahren, aber auch neue Impulse setzen? Über diese Frage debattieren am 11. Dezember bei der Lesart Spezial im Essener Grillo-Theater zwei Experten aus den Bereichen Theater und Musik, die ihre eigene Arbeit und die zeitgenössische Theater- und Musikpraxis theoretisch reflektiert haben: Heiner Goebbels, Intendant der Ruhrtriennale und Theaterwissenschaftler, wird über das Buch „Ästhetik der Abwesenheit. Texte zum Theater" (Verlag Theater der Zeit, Berlin 2012) sprechen. Der Kulturjournalist und Professor für Musik und Medien Holger Noltze stellt sein neu erschienenes Buch „Musikland Deutschland. Eine Verteidigung" (Verlag Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2012) vor.

  • 28. November 2012, Nr. 55

pdf iconTagung: Das Ende der Freiheit? Eine Debatte über den Liberalismus in Zeiten der Finanz- und Klimakrise

Der Marktliberalismus gerät durch andauernde soziale Gerechtigkeitskonflikte, die Ressourcen- und Klimakrise und jüngst die Schulden- und Finanzkrise unter zunehmenden Rechtfertigungsdruck. Seine Kritiker betrachten ihn selbst als Auslöser gesellschaftlicher Krisenphänomene und befürworten alternative Gesellschafts- und Wirtschaftsordnungen. Kann der Liberalismus auf die gegenwärtigen globalen Herausforderungen angemessen reagieren und zur gesellschaftlichen Transformation in Richtung auf eine nachhaltig organisierte Gesellschaft beitragen? Über diese Frage diskutieren am 10. Dezember Politikwissenschaftler, Philosophen, Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler auf einer Tagung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI).

  • 19. November 2012, Nr. 54

pdf iconDer Literarische Salon: Autor Shahriar Mandanipur in Essen

Shahriar Mandanipur gehört zu den bedeutendsten Vertretern der iranischen Gegenwartsliteratur. Für seine Werke hat er zahlreiche Preise gewonnen, darunter den Mehregan Award und den Golden Tablet Award. Am 28. November ist der Autor zu Gast im Literarischen Salon und liest aus seinem aktuellen Roman „Eine iranische Liebesgeschichte zensieren“. Außerdem wird er über das Buch „Der König der Schwarzgewandeten“ von Huschang Golschiri sprechen, das unter dem Pseudonym Manuchehr Irani im Suhrkamp-Verlag erschienen ist. Mandanipur studierte Politikwissenschaften und war Soldat im iranisch-irakischen Krieg. Derzeit lehrt er als Gastprofessor an der Brown University in den USA. 2013 wird er Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg.

  • 15. November 2012, Nr. 53

pdf iconWBGU-Gutachten „Große Transformation“ jetzt als videobasierte Lehrveranstaltung online

Das Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation“ ist jetzt als videobasierte Lehrveranstaltung in englischer Sprache erschienen (http://wit.va-bne.de/) (www.wbgu.de/trafoseminar/). Die Mitglieder des WBGU und weitere Mitarbeiter präsentieren die Inhalte des Gutachtens und die Fragen der wissenschaftlichen Politikberatung in elf Lerneinheiten (mit jeweils 2 x 30 min. Vortrag und einem 30 minütigen Interview zur Vertiefung und Reflexion).

  • 12. November 2012, Nr. 52

pdf iconCineScience Zukunftsprojekt Erde: Apocalypse Tomorrow? Die ökologische Krise im Film

Die Apokalypse als größte denkbare Katastrophe bietet nicht nur Stoff für spektakuläre Spielfilme. Auch Politiker, Wissenschaftler, Aktivisten und andere greifen auf Untergangsszenarien zurück, um ihrem jeweiligen Anliegen Nachdruck zu verleihen. Welche Möglichkeiten hat aber der Film, Wissen zu vermitteln und zum Handeln anzuregen? Über diese und weitere Fragen diskutieren am 26. November im Essener Filmstudio Glückauf u. a. die Filmemacherin Ismeni Walter, der Journalist Peter Unfried und der Klimaforscher Jürgen P. Kropp. KWI-Direktor Claus Leggewie und Sebastian Wessels vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) führen durch den Abend.

  • 8. November 2012, Nr. 51

pdf iconEuropa in neuer Verfassung: Podiumsgespräch mit Cohn-Bendit, Leggewie und Verhofstadt

Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI), die edition Körber-Stiftung und die Europäischen Horizonte laden am 27. November 2012 zu einem Podiumsgespräch in die Philharmonie Essen ein. Daniel Cohn-Bendit, Claus Leggewie und Guy Verhofstadt diskutieren vor dem Hintergrund der Europa-Krise über eine grundlegende Reform der Europäischen Union, in der Supranationalität, demokratische Bürgerbeteiligung, föderative Elemente und subregionale Zusammenschlüsse, wie die Mittelmeerunion, eine wesentliche Rolle spielen.

  • 6. November 2012, Nr. 50

pdf iconStiftung Mercator investiert 3,5 Millionen Euro in die Energiewende im Ruhrgebiet

Essen/Wuppertal – 6. November 2012. InnovationCity Ruhr, die Bewerbung des Ruhrgebiets als Grüne Hauptstadt Europas: Das Ruhrgebiet versteht die Ener-giewende mehr und mehr als Chance. Die Stiftung Mercator, das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) wollen diese Entwicklung unterstützen und starten in diesem Monat ein Programm zur Umsetzung der Energiewende in den Kommunen des Ruhrgebiets. Die Stiftung Mercator stellt dafür bis 2016 knapp 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

  • 18. Oktober 2012, Nr. 49

pdf iconNeuerscheinung: „Pop. Kultur und Kritik“

Im Rahmen einer öffentlichen Abendveranstaltung am 9. November im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) wird die neue Zeitschrift „Pop. Kultur und Kritik“ präsentiert. Die Zeitschrift erscheint erstmalig im Herbst und wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Am selben Wochenende findet ebenfalls im KWI der Workshop „Pop - Resistance to Theory?“ statt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren hier am 9. und 10. November über zentrale Fragen der gegenwärtigen Popkultur und ihrer journalistischen wie wissenschaftlichen Darstellung und Erforschung.

  • 16. Oktober 2012, Nr. 48

pdf iconCineScience Zukunftsprojekt Erde: Die Revolution von nebenan – Energiewende selbstgemacht

Wie und unter welchen Bedingungen sind die „Schönauer Stromrebellen“ zu Ökostrom-Pionieren geworden? Steht die Erfolgsgeschichte der einstigen Atomkraftgegnerinnen und Atomkraftgegner im Widerspruch zu dem vertrauten Bild des im Hinterzimmer tüftelnden, genialen Erfinders? Über die Perspektiven einer Energiewende von unten und die Ausbreitung von gesellschaftlichen Innovationen diskutieren Sophia Schönborn, Björn Ahaus und Jens Kroh vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) am 23. Oktober im Filmstudio Glückauf und präsentieren unter anderem Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm „Das Schönauer Gefühl“. Die Reihe „CineScience“ des KWI und des Essener Filmstudio Glückauf wird im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2012 – Zukunftsprojekt Erde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

  • 15. Oktober 2012, Nr. 47

pdf iconLesartSpezial: Das Streben nach Glück! Anspruch und Wirklichkeit – Amerika vor der Wahl

Am 6. November findet in den Vereinigten Staaten die Präsidentschaftswahl statt und die Debatten im und um den Wahlkampf zeigen ein gesellschaftliches und ein politisches System voller Widersprüche und Brüche. Am 23. Oktober spricht Constanze Stelzenmüller in Lesart Spezial im Essener Grillo-Theater über David Remnicks neuestes Buch „Die Brücke: Barack Obama und die Vollendung der schwarzen Bürgerrechtsbewegung“ (Bloomsbury Verlag, 2012). Hans-Christian Oeser stellt das von ihm ins Deutsche übersetzte Werk „Mark Twain: Meine geheime Autobiographie“ (Aufbau-Verlag, Berliner 2012) vor. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), Deutschlandradio Kultur, der Buchhandlung Proust und dem Schauspiel Essen ausgerichtet.

  • 10. Oktober 2012, Nr. 46

pdf iconNeuerscheinung: „Rousseaus Ursprungserzählungen“

Mehr als jeder andere Philosoph und Schriftsteller hat Jean-Jacques Rousseau eine besondere Form des Diskurses immer wieder benutzt und eindeutig geprägt: die Ursprungserzählung. Sie ist Dreh- und Angelpunkt einer neuartigen Philosophie der Geschichte, die sich nach Rousseau zum beispielgebenden Modell menschlicher Welterkenntnis entwickelte. Der neu im Verlag Wilhelm Fink erschienene Band „Rousseaus Ursprungserzählungen“, herausgegeben von Pascal Delhom (Universität Flensburg) und Alfred Hirsch (Kulturwissenschaftliches Institut Essen), beleuchtet Rousseaus vielfältige Anwendung der Ursprungserzählung: um die jetzige Welt zu verstehen und zu erklären, um die kulturelle und wissenschaftliche Entwicklung der Gesellschaft zu kritisieren, um sein Leben zu rechtfertigen und um theoretische Stellungnahmen, etwa über die Entwicklung der Sprache oder der Musik, zu untermauern.

  • 11. September 2012, Nr. 45

pdf iconLiterarischer Salon: Autor Juri Andruchowytsch in Essen

Am 19. September ist Andruchowytsch zu Gast im Literarischen Salon und spricht unter anderem über seinen Roman „12 Ringe“. Die Musikerin Marjana Sadowska wird den Abend mit ihrem Harmonium begleiten.

  • 10. September 2012, Nr. 44

pdf iconCineScience: Das Fremde am Alien

Außerirdische sind faszinierend – aber warum eigentlich? Im Rahmen der Reihe „CineScience“ diskutieren Armin Flender und Sebastian Wessels vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) am 18. September im Essener Filmstudio Glückauf anhand von Ausschnitten aus Dokumentar- und Spielfilmen die Geschichte und Bedeutung menschlicher Vorstellungen von außerirdischem Leben.

  • 7. September 2012, Nr. 43

pdf iconNeuerscheinung: „Dimensionen internationaler Geschichte“

Internationale Geschichte hat sich im Zuge der Globalisierung zu einem lebhaften Feld der Geschichtswissenschaft entwickelt. Der aktuell im Münchener Oldenbourg Verlag erschienene Band „Dimensionen internationaler Geschichte“, herausgegeben von Jost Dülffer (Universität zu Köln) und Wilfried Loth (Universität Duisburg-Essen), stellt die internationale Geschichte in ihrer Vieldimensionalität dar. Namhafte Vertreterinnen und Vertreter dieses Forschungsfeldes zeigen, wie sich die Phänomene internationaler Geschichte in den letzten zwei Jahrhunderten gewandelt haben und wie über sie geschrieben werden kann. Die Essays behandeln Kriege und Instrumente zur Friedenssicherung, staatliche und gesellschaftliche Akteure, globale und transnationale Entwicklungen und schließlich die Versuche, das Gesamtbild der internationalen Staaten- und Gesellschaftswelt ordnend zu erklären.

  • 6. September 2012, Nr. 42

pdf iconLesart Spezial: Occupy everything – können soziale Protestbewegungen die Initiative zurückgewinnen?

Wolfgang Kraushaar und Friedrich von Borries sind am 18. September zu Gast bei der nächsten Lesart Spezial im Grillo-Theater und diskutieren über die Möglichkeiten der Veränderungen in einer scheinbar alternativlos gewordenen Weltgesellschaft. Der Architekt und Kurator Friedrich von Borries stellt seine neueste Publikation „Glossars der Interventionen“ (Merve Verlag, Berlin 2012) vor, Wolfgang Kraushaar spricht über sein Buch „Der Aufruhr der Ausgebildeten: Vom Arabischen Frühling zur Occupy-Bewegung“ (Hamburger Edition, 2012). Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), Deutschlandradio Kultur, der Buchhandlung Proust und dem Schauspiel Essen ausgerichtet.

  • 22. August 2012, Nr. 41

pdf iconTagung: Die Gesellschaft im Anthropozän. Soziale Triebkräfte und Implikationen

Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen hat die industrielle Gegenwart, in der das kollektive Ausmaß menschlicher Aktivitäten zur dominierenden Kraft der globalen Umweltveränderungen avanciert ist, 2002 als neue erdgeschichtliche Epoche bezeichnet: als „Anthropozän“. Im Rahmen der 9. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU) am 17. und 18. September analysieren Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Soziologie, Politik- und Literaturwissenschaft, Geografie, Geschichte und Ethnologie die sozialen Dynamiken, die der Herausbildung des neuen Erdzeitalters des Menschen zugrunde liegen. Im Zentrum der Tagung am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) stehen zwei Fragen: Was sind die sozialen Triebkräfte des Anthropozäns? Und welche Implikationen ergeben sich daraus für das Handeln individueller und kollektiver Akteure sowie für die gesellschaftliche Entwicklung?

  • 13. August 2012, Nr. 40

pdf iconCineScience Zukunftsprojekt Erde: Klimawandel – Zwischen Wahrnehmung und Darstellung

Wie und in welchen Formen das Medium Film zur Wahrnehmung des Klimawandels beitragen kann und wie Filmemacher das Klima und Klimaveränderungen im Film darzustellen versuchen, beleuchten die Sozial- und Kulturwissenschaftler Gunnar Fitzner, Mira van Leewen und Dietmar Rost vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) am 21. August in der Reihe CineScience Zukunftsprojekt Erde. Sie erläutern und diskutieren diese Fragen anhand von Auszügen aus dem bekannten Film "An Inconvenient Truth" (2006) des ehemaligen US-Präsidentschaftskandidaten Al Gore sowie aus zwei weiteren Filmen. Die Reihe des KWI und des Essener Filmstudio Glückauf wird im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2012 – Zukunftsprojekt Erde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

  • 8. August 2012, Nr. 39

pdf iconWissenschaft trifft Kunst: Workshop „Beispiele gelingender Kooperation“ im Rahmen der Ruhrtriennale

Der jüngste Klimagipfel in Rio oder auch der Millenniums-Gipfel 2010 haben gezeigt, dass das Durchsetzen erfolgreicher internationaler Kooperationen zu den schwierigsten Aufgaben der Politik gehört. Ob Beispiele gelingender Kooperation aus der Kunst und der kulturellen Praxis auch zur Verbesserung der Mechanismen globaler politischer Kooperation angewendet werden können, untersucht der Workshop des Käte Hamburger Kollegs „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“ und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) am Beispiel des internationalen Kunstfestivals Ruhrtriennale vom 21. bis 25. August 2012.

  • 18. Juli 2012, Nr. 38

pdf iconCineScience: Der europäische Traum und seine Grenzen

Für das Selbstverständnis der Europäischen Union spielen Freiheit und Menschenrechte eine große Rolle, doch an ihren Außengrenzen zeigt sie sich für viele als Festung. Kann Europa sein Zivilisationsideal nur hochhalten, weil es exklusiv ist – und damit sich selbst widerspricht? Anhand ausgewählter Szenen aus der Komödie „L‘Auberge Espagnole” (2002) und weiterer Filmausschnitte diskutieren Saskia Geisler (RUB) und Sebastian Wessels (KWI) am 24. Juli im Essener Filmstudio Glückauf einen Grundwiderspruch der europäischen Zivilisation.

  • 22. Juni 2012, Nr. 37

pdf iconVortrag: Multikulturalismus als Menschenrecht

Die Idee des Multikulturalismus entstand aus der Krise seiner Vorgänger, insbesondere dem Scheitern der Assimilationspolitik. Und sie entstand außerhalb Europas und am Rande der westlichen Welt, nämlich in Kanada. Nun wird seit einigen Jahren der Multikulturalismus seinerseits für tot erklärt, ohne dass deutlich wird, was an seine Stelle treten soll. Die Rückkehr zur Assimilation von Zuwanderern an eine Leitkultur? Ein kulturell blindes Staatsbürgerideal? Volker Heins, Leiter des Forschungsbereichs „InterKultur“ am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), beschäftigt sich am 27. Juni in seinem öffentlichen Vortrag „Multikulturalismus als Menschenrecht. Anmerkungen zur Debatte in Kanada“ mit diesen und weiteren Fragen im KWI.

  • 20. Juni 2012, Nr. 36

pdf iconZukunftsweisende Agenda für die deutsch-polnische Zusammenarbeit

Zum Abschluss der Reihe „Gemeinsam die Zukunft gestalten. NRW und Polen im Dialog“ präsentierten junge Nachwuchskräfte aus beiden Ländern konkrete Vorschläge für eine zukünftige Gestaltung nordrhein-westfälisch- bzw. deutsch-polnischer Beziehungen. Im Rahmen mehrerer Zusammentreffen hatten sie zuvor anhand der Themenfelder Arbeitnehmerfreizügigkeit, Klimaund Energiepolitik und Religion und Staat vielversprechende Kooperationsmöglichkeiten jenseits der historischen und bilateralen Themen, die in den vergangenen Jahrzehnten das wechselseitige Verhältnis bestimmten, identifiziert, aber auch neue Herausforderungen für eine Zusammenarbeit. Die Ergebnisse der jungen Menschen sind für politische und zivilgesellschaftliche Akteure aus Deutschland und Polen gleichermaßen von Bedeutung. Das Ergebnispapier steht ab sofort zum Download zur Verfügung. Die dieser Arbeit zugrunde liegende Veranstaltungsreihe des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) fand im Auftrag der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen statt.

  • 15. Juni 2012, Nr. 35

pdf iconTagung: Aktuelle Forschungen zur Agrargeschichte

Wie lassen sich kollektive Güter nutzen, ohne dass sich der Einzelne auf Kosten anderer bereichert? Wie lässt sich eine wachsende Bevölkerung, insbesondere in Krisenzeiten, ernähren? Auf welchem Weg kann landwirtschaftliches Know-How verbreitet werden? Mit diesen und weiteren Fragen befasst sich die vom Arbeitskreis für Agrargeschichte (AKA) und dem Historischen Institut der Universität Duisburg-Essen veranstaltete Tagung „Aktuelle Forschungen zur Agrargeschichte“ am 6. und 7. Juli im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). Im Rahmen der Tagung wird der Arbeitskreis für Agrargeschichte außerdem zwei junge Forscher für herausragende Arbeiten mit dem „Förderpreis Agrargeschichte“ auszeichnen.

  • 15. Juni 2012, Nr. 34

pdf iconVerleihung des Kulturwissenschaftlichen Dissertationspreises 2012

Die Sieger des Kulturwissenschaftlichen Dissertationspreises 2012 stehen fest: Der erste Preis geht in diesem Jahr an Dr. Aladin El-Mafaalani (Ruhr-Universität Bochum), der zweite Preis geht an Dr. Claudia Equit (TU Dortmund). Die Preisverleihung findet am 19. Juni von 16.30 bis 17.30 Uhr im Gartensaal des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) statt. Der Kulturwissenschaftliche Dissertationspreis am Kulturwissenschaftlichen Institut ist vom Förderverein des Instituts gestiftet worden, um die kulturwissenschaftliche Forschung anzuregen und den wissenschaftlichen Nachwuchs in den kulturwissenschaftlichen Disziplinen der Universitäten der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR) zu fördern. In diesem Jahr wird die Preisvergabe erstmals auch von der Stiftung für Kulturwissenschaften unterstützt.

  • 14. Juni 2012, Nr. 33

pdf iconBuchvorstellung: Rousseaus Traum vom Ewigen Frieden

Jean-Jacques Rousseau hat in seinem aufklärerischen Denken einen neuen Zugang zum Konzept eines universellen Friedens freigelegt, der auch auf ihn selbst ein neues Licht wirft. Selten wurde der Zusammenhang von kulturell-historischer Entwicklung und politischer Ordnung intellektuell so intensiv durchdrungen wie in Rousseaus Vorstellung des Friedens. Zum dreihundertsten Geburtstag Rousseaus stellt Alfred Hirsch, Senior Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), im Gespräch mit Marcel Siepmann sein neues Buch „Rousseaus Traum vom Ewigen Frieden“ (Wilhelm Fink Verlag, Paderborn 2012) am 25. Juni in der Essener Buchhandlung Proust vor. Hirsch bringt dem Leser Rousseau ein großes Stück näher, indem er anschaulich das Panorama eines Friedensdenkens nachzeichnet, das noch keine Disziplinengrenzen kennt und sich deshalb frei entfalten kann. Die Buchpräsentation ist eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen, der Buchhandlung Proust und des Deutsch-Französischen Kulturinstituts.

  • 12. Juni 2012, Nr. 32

pdf iconLesart Spezial: Rio 20 Jahre später – Wie man die globale Allmende bewahren kann

Was hat sich seit dem letzten Erdgipfeltreffen in Rio de Janeiro im Jahre 1992 geändert? Wie gehen wir 20 Jahre danach mit dem Thema Klimawandel um? Anlässlich des „Rio+20“-Gipfels vom 20. bis 22. Juni steht die internationale Umweltpolitik wieder in der Diskussion. So befassen sich der Klimaökonom Ottmar Edenhofer und der Politologe Christoph Bieber in der nächsten Lesart Spezial-Ausgabe am 19. Juni im Essener Grillo-Theater mit den Grundproblemen der "Green Economy", dem Thema Nachhaltigkeit und dem Schutz globaler Kollektivgüter. Edenhofer präsentiert sein aktuell erschienenes Buch „Climate Change, Justice and Sustainability: Linking Climate and Development Policy” (Springer Netherlands, Dordrecht 2012) und Christoph Bieber stellt Silke Helfrichs „Commons. Für eine neue Politik jenseits von Markt und Staat“ (transcript, Bielefeld 2012) vor.

  • 11. Juni 2012, Nr. 31

pdf iconCineScience Zukunftsprojekt Erde: Essen wir unsere Erde auf?

Das berühmte Zitat von Ludwig Feuerbach „Der Mensch ist, was er isst“ regt dazu an, jenseits der anthropologischen Bedeutung der Nahrung auch über das ambivalente Verhältnis zwischen Kultur und Natur nachzudenken. Diesem Verständnis folgt auch Valentin Thurn in seinem aktuellen Kinofilm „Taste the Waste“ (2011). Darin wird vor allem ein moralischer Appell deutlich, die eigene Ernährungsweise auf die Bedingungen einer globalen Lebensmittelindustrie einzustellen. Welchen Einfluss haben unsere Ernährungsgewohnheiten und welche Folgerungen ziehen wir in unserem Alltag daraus? Gunnar Fitzner und Johannes Reidel vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) gehen am 19. Juni im Filmstudio Glückauf anhand ausgewählter Sequenzen aus „Taste the Waste“ sowie Ausschnitten aus anderen (Dokumentar-)Filmen diesen und anderen Fragen nach und reflektieren dazu die Stilmittel, derer sich die Filmemacher bedienen.

  • 8. Juni 2012, Nr. 30

pdf iconTagung: Klima und Kultur in Nordamerika

Der Klimawandel ist ein globales Problem. Seine Wahrnehmung und Bearbeitung ist jedoch an kulturspezifische Perzeptionsmuster gebunden. Die anthropogene Erwärmung der Erde steht in mehrfacher Hinsicht in einem bedeutsamen Zusammenhang mit dem nordamerikanischen Natur- und Kulturraum. Die USA und Kanada zählen weltweit zu den größten Pro-Kopf-Emittenten an Treibhausgasen und verweigern sich international verbindlichen Klimazielen. Gleichzeitig sind auf lokaler und regionaler Ebene in den vergangenen Jahren zahlreiche Klimaschutzinitiativen entstanden und es haben sich US-Bundesstaaten, unter Einbeziehung kanadischer Provinzen, zusammengeschlossen und ein regionales Emissionshandelssystem aufgebaut. Zudem verfügen die USA traditionell über eine starke international ausstrahlende Umweltbewegung. Wie sind diese widersprüchlichen Entwicklungen zu erklären? Dieser und weiteren Fragen geht die Tagung „Cultural Dimensions of Climate Change and the Environment in North America“ am 28. und 29. Juni im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) nach und stellt die kulturelle Bearbeitung und Repräsentation des Klimawandels in den USA und Kanada in den Mittelpunkt.

  • 6. Juni 2012, Nr. 29

pdf iconZukunftsweisende Agenda für die deutsch-polnische Zusammenarbeit

Mit der Fußballeuropameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine wird auch wieder nach dem Stand der deutsch-polnischen Beziehungen gefragt. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitreihe zum Polen-NRW-Jahr 2011/2012 zeigen: Jenseits historischer und bilateraler Themen werden in Zukunft die Bereiche Arbeitsmarkt, Klima- und Energiepolitik und das Verhältnis zwischen Religion und Staat Anknüpfungspunkte für zahlreiche deutsch-polnische Kooperationen bieten, aber auch für neuen Konfliktstoff sorgen. Am 20. Juni 2012 präsentieren junge Nachwuchskräfte aus NRW und Polen politischen Entscheidungsträgern und zivilgesellschaftlichen Akteuren ihre Schlussfolgerungen und entsprechende Handlungsvorschläge. Es handelt sich dabei um die Abschlussveranstaltung der Reihe „Gemeinsam die Zukunft gestalten. NRW und Polen im Dialog“ des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) im Auftrag der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW im Rahmen des Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahres 2011/2012.

  • 5. Juni 2012, Nr. 28

pdf iconNeuerscheinung: „Unter Piraten: Erkundungen in einer neuen politischen Arena“

Seit die Piraten in das Berliner Abgeordnetenhaus und drei weitere Landesparlamente eingezogen sind, hat sich die Partei zum großen innenpolitischen Gesprächsthema entwickelt. Sind die Piraten nur ein Übergangsphänomen, das von der Schlafmützigkeit des politischen Establishments profitiert, oder gibt es ein Potenzial für nachhaltige Verschiebungen im politischen Koordinatensystem? Bilden ihre politischen Stilmittel wie radikale Transparenz und „liquid democracy“ die Basis für eine neue politische Ära? Der aktuell im Bielefelder transcript Verlag erschienene Band „Unter Piraten: Erkundungen in einer neuen politischen Arena“, herausgegeben von Christoph Bieber (Universität Duisburg-Essen) und Claus Leggewie (Kulturwissenschaftliches Institut Essen), liefert die erste wissenschaftlich fundierte Bestandsaufnahme und kulturelle Deutung zum neuen politischen Phänomen „Piratenpartei“.

  • 4. Juni 2012, Nr. 27

pdf iconKulturpfadfest Essen 2012: Realitäten – von jeder ein bisschen

Mit dem Klimawandel geht ein Wahrnehmungsproblem einher: Obwohl medial sehr präsent, sind seine Folgen für die Menschen schwer begreifbar. Durch die Flut von Katastrophenmeldungen bleibt er im überreizten Bewusstsein der Bürger urbaner Gesellschaften schlecht haften. Die Kurz-Dokumentation „Realitäten – von jeder ein bisschen“ versucht sich dieser Problematik in Form einer Filmcollage bildhaft anzunähern. Im Rahmen des Kulturpfadfestes 2012 zeigt das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) Ausschnitte aus der sich noch in der Produktion befindenden Dokumentations-Arbeit und schlägt Parallelen zu dem KWI-Forschungsbereich KlimaKultur und seinen Projekten Shifting Baselines und Katastrophenerinnerung.

  • 31. Mai 2012, Nr. 26

pdf iconEnzyklopädie der Neuzeit: Von Abendland bis Zyklizität

Im Mai 2012 ist der fünfzehnte und letzte Artikelband der Enzyklopädie der Neuzeit erschienen, mit dem eines der ambitioniertesten Publikationsprojekte der deutschsprachigen Geschichtswissenschaft in den vergangenen Jahrzehnten seinen Abschluss findet. In dem Gemeinschaftsunternehmen des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und des Stuttgarter Verlags J.B. Metzler haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 37 Ländern der Welt unter der Leitung des geschäftsführenden Herausgebers Friedrich Jaeger, Senior Fellow am KWI, die Kenntnisse über das Zeitalter von der Mitte des 15. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts in 15 reich illustrierten Bänden zusammengeführt.

  • 30. Mai 2012, Nr. 25

pdf iconWorkshop „Redefreiheit in einer multikulturellen Welt“

Wie kann man in einer kulturell pluralistischen Weltgesellschaft auf der Basis digital-interaktiver Informations- und Kommunikationstechnologien die Meinungs-, Wissenschafts- und Kunstfreiheit hochhalten? Und wie lässt sich zugleich eine zivilgesellschaftliche Selbstrestriktion einbauen, die anderen Respekt und Toleranz zollt? Diese Frage diskutieren Verfassungsrechtler, Analytiker der digitalen Medien, Schriftsteller und Kultur- und Religionswissenschaftler am 11. und 12. Juni 2012 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) auf dem Workshop „Redefreiheit in einer multikulturellen Welt. Recht, Internet und das zivile Aushandeln von Meinungsdifferenzen“ des neu gegründeten Centre for Global Cooperation Research / Käte Hamburger-Kolleg „Politische Kulturen der Weltgesellschaft“.

  • 22. Mai 2012, Nr. 24

pdf iconErste Käte Hamburger Lecture mit Timothy Garton Ash

Timothy Garton Ash reagiert mit seiner Internetplattform “Free Speech Debate“ (http://freespeechdebate.com) auf die aktuellen Herausforderungen der Meinungsfreiheit in unserer heutigen multikulturellen Welt. Mehr als zwei Jahrzehnte nach der so genannten Rushdie-Affäre und zehn Jahre nach dem 11. September 2001 gilt die Meinungsfreiheit als zentrales Ordnungskriterium einer universalen Vielfalt. Seit der Rushdie-Affäre, den „Mohamed-Karikaturen“ und den islamfeindlichen Weblogs des norwegischen Attentäters Breivik ist die Freiheit des Wortes, der Kunst und der Wissenschaft vor allem in den digitalen Medien in eine weltweite Diskussion geraten. Wir laden Sie herzlich zur ersten Käte Hamburger Lecture mit Timothy Garton Ash am 11. Juni 2012, im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (Goethestraße 31, 45128 Essen) ein.

  • 21. Mai 2012, Nr. 23

pdf iconNRW-Wissenschaftsministerin zeichnet KWI als „Ort des Fortschritts" aus

Im Rahmen der Initiative „Fortschritt NRW“ hat die nordrheinwestfälische Wissenschaftsministerin Svenja Schulze das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) am 21. Mai als „Ort des Fortschritts“ ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung lobte die Ministerin das Institut vor allem für seine besondere Forschungsleistung im Schwerpunkt KlimaKultur. Der Ehrentitel „Ort des Fortschritts“ würdigt die besonderen Beiträge dieser wissenschaftlichen Pioniere zu einem qualitativen und nachhaltigen Fortschritt in Nordrhein-Westfalen. Das KWI ist der mittlerweile zwölfte „Ort des Fortschritts“ in NRW.

  • 15. Mai 2012, Nr. 22

pdf icon„Ort des Fortschritts“

Mit dem Titel „Ort des Fortschritts“ zeichnet die Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Svenja Schulze, am 21. Mai das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) aus. Dieser Ehrentitel würdigt besondere Beiträge von Institutionen zu einem qualitativen und nachhaltigen Fortschritt in Nordrhein-Westfalen. Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Duisburg-Essen sowie die Technische Universität Dortmund zusammengeschlossen haben. Bislang tragen elf „Orte“ in NRW diesen Titel.

  • 14. Mai 2012, Nr. 21

pdf iconCineScience: Die Kinderwelten der Erwachsenen

Mit den Erwartungen an das kindliche Verhalten in Literatur, Film und Realität befassen sich Saskia Geisler von der Ruhr-Universität Bochum und Sebastian Wessels vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) im Rahmen der Reihe CineScience am 22. Mai: Kinder sollen gehorsam und artig sein, still sitzen können und nicht bei den Gesprächen Erwachsener stören – zugleich sollen sie aber auch glücklich und kreativ sein und eine selbstbestimmte Persönlichkeit entwickeln. Die Vorstellungen, die sich Erwachsene davon bilden, was ein Kind ist und braucht, fließen nicht nur in politische und erzieherische Entscheidungen ein, sondern auch in Geschichten für Kinder – vom klassischen Märchen bis zum modernen Kinderfilm. CineScience findet auf Initiative des KWI in Zusammenarbeit mit dem Filmstudio Glückauf in Essen statt.

  • 2. Mai 2012, Nr. 20

pdf iconLiterarischer Salon: Autorin A. L. Kennedy in Essen

Am 9. Mai ist eine der wichtigsten literarischen Stimmen Europas zu Gast im Literarischen Salon in Essen: Ob die Schottin über Menschen mit gebrochenem Herzen schreibt, über Alkoholiker, Schriftsteller oder Stierkämpfer, ihre Prosa dringt bis in die letzten Tiefen des menschlichen Daseins vor. A. L. Kennedy verbindet einen harten Realismus mit fantastischen Elementen. In Deutschland erfreut sich die resolute Anti-Kriegs-Gegnerin wachsender Beliebtheit. Da sie auch als scharfzüngige Stand-up-Comedian von sich reden macht, darf man sich auf einen lebhaften Abend im Essener Grillo-Theater einstellen.

  • 16. April 2012, Nr. 19

pdf iconLesart Spezial: Mein Nachbar, der Extremist - Wie begegnen wir Neonazis und Islamisten?

Was spielt sich in den Köpfen junger Deutscher ab, wenn sie sich den Extremen zuwenden? Mit diesen und anderen Fragen rund um das Thema Extremismus befassen sich der Journalist Wolf Schmidt und der Extremismusforscher Uwe Backes in der nächsten Lesart Spezial-Ausgabe am 23. April 2012. Schmidt präsentiert sein aktuell erschienenes Buch „Jung, deutsch, Taliban“ (Ch. Links Verlag, 2012) und Uwe Backes stellt seine neueste Publikation „Die extreme Rechte in der Bundesrepublik Deutschland 1949 bis heute“ (WBG Verlag, 2012) vor. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), Deutschlandradio Kultur, der Buchhandlung Proust und dem Schauspiel Essen ausgerichtet.

  • 5. April 2012, Nr. 18

pdf iconCineScience Zukunftsprojekt Erde: Unsere urbane Zukunft von 1970

Der 1972 veröffentlichte Bericht „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome, die Ölkrise und der autofreie Sonntag im Jahr 1973 haben das Denken über die Zukunft des westlichen Lebensstils verändert und Debatten zu Klimawandel, Umweltverschmutzung und Nachhaltigkeit geprägt. Wie ist eine Zukunft des Menschen unter den genannten Bedingungen imaginiert worden? Wie wurde das Zusammenleben und der Alltag von Menschen, insbesondere in urbanen Ballungsräumen, vorgestellt? Und welchen Einfluss hatten die gesellschaftlichen Entwicklungen in den 1970er Jahren auf die künstlerische Ästhetik? Diesen Fragen gehen die Geschichts- und Sozialwissenschaftler Armin Flender, Annina Lottermann und Marcel Siepmann vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) anhand von Ausschnitten aus dem Ökothriller „Soylent Green“ (1973) nach. Im Zentrum der Debatte steht dabei auch die Frage der aktuellen Gültigkeit einstiger Zukunftsprognosen.

  • 29. März 2012, Nr. 17

pdf iconInterkultur in Theorie und Praxis

Es gibt Wortschöpfungen, die Karriere machen, weil sie den Eindruck vermitteln, sie stünden für eine neue Erkenntnis, obwohl – oder sogar weil – nicht erkennbar ist, worin diese Erkenntnis besteht. Auch die Karriere des Ausdrucks ‚Interkultur‘ verdankt sich dieser Diffusität. Welche Austauschprozesse in pluralistischen Gesellschaften stattfinden, lässt sich jedoch nur herausfinden, indem die Praxis ‚kultureller Verschränkungen‘ und Wechselwirkungen sozial-, politik- und geisteswissenschaftlich analysiert und theoretisch neu konzeptualisiert wird. Ebendies ist das Ziel der Tagung „Interkultur in Theorie und Praxis" am 24. und 25. April im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI).

  • 21. März 2012, Nr. 16

pdf iconLesung und Diskussion mit Boualem Sansal

Der Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2011, der algerische Schriftsteller Boualem Sansal, stellt am 25. März bei einer Lesung im Deutsch-Französischen Kulturzentrum Essen seinen jüngsten Roman „Das Dorf des Deutschen“ (Merlin Verlag, Gifkendorf 2009) vor. Die anschließende Diskussion moderiert Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI).

  • 19. März 2012, Nr. 15

pdf iconLiterarischer Salon: Autor Michail Schischkin in Essen

„Lesen ist wie eine Bluttransfusion“, sagte Michail Schischkin einmal dem Tagesspiegel: „Ein Buch kann Leben retten, aber auch töten, wenn sich die Blutgruppen von Autor und Leser nicht vertragen.“ Am 28. März ist Schischkin zu Gast im Literarischen Salon in Essen.

  • 15. März 2012, Nr. 14

pdf iconEuropean Integration in a Globalizing World 1970-1985

Fachtagung des Forschungs-Netzwerks EU-Geschichte
Convened by Claudia Hiepel and Wilfried Loth (Duisburg-Essen University)
March 22-23, 2012

  • 13. März 2012, Nr. 13

pdf iconCineScience: Wo Natur endet und Gesellschaft beginnt

Die Grenzen zwischen Natur und Kultur sind bei genauem Hinsehen nicht einfach zu ziehen: Ist Getreide nach jahrtausendelanger Zucht noch natürlich? Wann wird aus dem Bemühen eines Sportlers um Leistungssteigerung unerlaubtes Doping? Trägt der Mensch die Verantwortung für die Folgen von Hurrikan Katrina? Am 20. März erkunden Marie Mualem Sultan und Sebastian Wessels vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) anhand von Filmausschnitten das Grenzgebiet zwischen Natur und Kultur. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe CineScience des KWI und des Filmstudios Glückauf statt.

  • 7. März 2012, Nr. 12

pdf iconBürgerbeteiligung für den kommunalen Klimaschutz

Wissenschaftler und Experten diskutieren auf der im Rahmen des BMBF-Projekts „Klima-Initiative Essen“ stattfindenden Tagung am 28. März 2012 in Essen, ob und wann Klimaschutzaktivitäten, die durch neue Formen der kommunalen Bürgerbeteiligung getragen werden, Erfolg versprechender sind.

  • 22. Februar 2012, Nr. 11

pdf iconMobilität aus der Steckdose. Die perfekte Lösung für den Verkehr der Zukunft?

Am 28. Februar spricht Stephan Rammler in der Veranstaltungsreihe Lesart Spezial im Grillo-Theater über sein mit Marc Wieder herausgegebenes Buch “Das Elektroauto: Bilder für eine zukünftige Mobilität“ (Lit Verlag, Münster 2011). Darin zeigen die Autoren, dass das Batterie-Elektroauto nur als ein Baustein eines größeren gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungsprozesses zu verstehen ist. Außerdem spricht Angela Elis über das Buch „Einfach aufladen. Mit Elektromobilität in eine saubere Zukunft“ (Oekom, München 2011) von Weert Canzler und Andreas Knie, das den Einstieg in eine neue Mobilität skizziert, die eine Verknüpfung von öffentlichen und privaten Verkehrsmitteln auf Basis erneuerbarer Energien erreicht.

  • 17. Februar 2012, Nr. 10

pdf iconTagung Lebensqualität im Ruhrgebiet

Die europäische Kulturhauptstadt 2010 hat die Debatte über Stärken und Schwächen des Ruhrgebiets und weitergehende Formen produktiver Zusammenarbeit in der Region gefördert. Mit dem neuen Blick auf die Region gewinnt auch das Thema Lebensqualität im Ruhrgebiet an Gewicht: Die Kulturhauptstadt hatte es unter ihrem Motto „Wandel durch Kultur, Kultur durch Wandel“ in seinen vielfältigen kulturellen Facetten richtungweisend mitgedacht. Die Tagung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), des ILS–Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung und der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) am 29. Februar will daran anknüpfen. So werden Experten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in der Philharmonie Essen die Bedingungen, Faktoren und Potenziale für Lebensqualität im Ruhrgebiet in den vier Themenbereichen Klima und Umwelt, Arbeit, Landschaft und Kultur untersuchen.

  • 16. Februar 2012, Nr. 9

pdf iconNeue Herausforderungen im Verhältnis von Staat und Religion in Polen und NRW

Sowohl in Polen als auch in Deutschland stehen das Verhältnis von Religion und Staat und die Rolle von Religion im Staat zurzeit vor neuen Herausforderungen. Über Palikot-Bewegung, Papst-Besuch und Islamunterricht diskutieren Nachwuchswissenschaftler, Studierende und Schüler aus Polen und Nordrhein-Westfalen im Rahmen der nächsten Blockveranstaltung der wissenschaftlichen Veranstaltungsreihe zum Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahr am 23. und 24. Februar 2012 in Essen. Gemeinsam mit Experten aus beiden Ländern analysieren, vergleichen und diskutieren die jungen Menschen die aktuellen Entwicklungen. Die Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes NRW wird mit ihrem Vortrag eine europäische Perspektive auf die Thematik entwickeln.

  • 15. Februar 2012, Nr. 8

pdf iconAnthropozän – Handeln im Erdzeitalter des Menschen

Der CineScience-Abend zum Anthropozän, dem Erdzeitalter des Menschen, bildet den Auftakt einer Reihe von insgesamt sechs Veranstaltungen, die das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) und das Filmstudio Glückauf im Wissenschaftsjahr 2012 - Zukunftsprojekt Erde ausrichten. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Wissenschaftsjahr 2012 widmet sich dem Beitrag von Wissenschaft und Forschung zu nachhaltigen Entwicklungen. Am 21. Februar diskutieren die Sozialwissenschaftler Dietmar Rost und Bernd Sommer vom Kulturwissenschaftlichen Institut anhand von Ausschnitten aus Dokumentarfilmen die globalen Folgen der von Menschen verursachten Umweltveränderungen und die Frage, wie die menschengemachten Veränderungen des Erdsystems auf unser Handeln zurückwirken.

  • 1. Februar 2012, Nr. 7

pdf iconVerlorene Lebensräume? Umweltzerstörung und Umweltschutz in der V.R. China - mit besonderem Blick auf Tibet

In ihrem Vortrag am 7. Februar wird Carmen Meinert, Research Fellow am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), exemplarisch die Desertifikation des Gemeingutes „Weideland“ auf dem tibetischen Hochplateau analysieren und aufzeigen, wie selbst in ethnischen Konfliktgebieten der V.R. China durch das Engagement der Dorfbevölkerung lokal Lösungsansätze gefunden und verloren geglaubte Lebensräume wieder kultiviert werden können. Eine öffentliche Veranstaltung des Vereins zur Förderung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI).

  • 18. Januar 2012, Nr. 6

pdf iconLiterarischer Salon: Autorin Antje Rávic Strubel in Essen

Seit sie 2001 bei den Klagenfurter Literaturtagen den Ernst-Willner-Preis erhielt, hat Antje Rávic Strubel ein Buch nach dem anderen vorgelegt: Egal, ob sie von einer Flugzeugentführung erzählt oder von einer Vogelschutzinsel, ihre Sätze haben den Leser schon nach wenigen Zeilen fest im Griff. „Irrwitzig spannend und glänzend recherchiert“, urteilte die Zeit über ihren neuen Roman „Sturz der Tage in die Nacht“, der für den Deutschen Buchpreis nominiert war: „In puncto Menschenkenntnis und Treffsicherheit der Dialoge dürfte ihr in der eigenen Generation so schnell keiner das Wasser reichen.“ Strubel verwebt in ihren Romanen Geschichte und Geschichten, spielt mit Fakten und Fiktion. Am 25. Januar 2012 ist sie zu Gast im Literarischen Salon und spricht über Schweden, Ornithologie, die DDR und griechische Mythen. Und darüber, warum sie wichtig sind.

  • 17. Januar 2012, Nr. 5

pdf icon„Changing Money: Alternativwährungen als Mittel politischer und künstlerischer Intervention“

If money rules the world, who rules money? Während Banken und Staaten darum ringen, wer in der Finanzpolitik den Ton angibt, beginnt sich unser kulturelles Verständnis vom Geld zu wandeln. Der Handel mit so genannten Derivaten zeigt: Geld ist in hohem Maße veränderlich, es wird gestaltet, und zwar mit massiven gesellschaftlichen Folgen. Das Scheitern der Staaten, diesen Prozess zu regulieren, stellt Geld als neutrales Medium in Frage: Können nur die Akteure das Geld gestalten, die bereits über große Mengen davon verfügen? Kann man im System des Geldes intervenieren, auch dann, wenn man keines hat? Über Experimente mit alternativen, lokalen und sozialen Währungen diskutieren am 25. Januar 2012 Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen bei einem Workshop des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), des Performance-Kollektivs geheimagentur, des Forschungstheaters/FUNDUS THEATER und des Theaters Oberhausen.

  • 16. Januar 2012, Nr. 4

pdf iconCineScience: Der Geist in der Maschine

Manche wissenschaftliche Theorie legt nahe, dass wir Menschen am Ende selbst nur Maschinen seien. Wo genau liegen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz? Ist der vom IT-Konzern IBM entwickelte Computer „Watson“ nur eine bessere Suchmaschine? Oder keimt in ihm so etwas wie Geist oder Intelligenz? Am 24. Januar diskutieren Florian Hessel und Sebastian Wessels vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) "Smartest Machine on Earth" in der Reihe CineScience des KWI und des Filmstudio Glückauf.

  • 12. Januar 2012, Nr. 3

pdf iconCommunitas, Commune, Communismus: Symposium zur Ausstellung Aernout Mik

Am 24. Januar 2012 veranstaltet das Museum Folkwang in Kooperation mit dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) ein Symposium zur Ausstellung Aernout Mik Communitas, Commune, Communismus.

  • 11. Januar 2012, Nr. 2

pdf iconIan Kershaw: „Das Ende. Kampf bis in den Untergang. NS-Deutschland 1944/45"

Zwischen dem gescheiterten Hitler-Attentat im Juli 1944 und der Kapitulation im Mai 1945 starben 2,6 Millionen deutsche Soldaten, so viele wie in allen vier Vorjahren zusammen. Warum leistete Nazi-Deutschland so lange Widerstand? Der Historiker Ian Kershaw skizziert in seinem neuen Buch „Das Ende“ die Anatomie einer Selbstzerstörung. „,Das Ende‘ ist gut 500 Seiten große Erzählkunst in makellos übersetzter, glasklarer Prosa. Harter Stoff, aber höchst belebend. Am 30. Januar 2012 stellt Ian Kershaw sein Buch im Gespräch mit Christian Gudehus im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen vor.

  • 11. Januar 2012, Nr. 1

pdf iconVortrag: Wer bestimmt in Chinas Dörfern?

Wer bestimmt in Chinas Dörfern? Über diese Frage spricht Anja Senz von der Universität Duisburg-Essen am 17. Januar 2012 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI). Anhand von sechs lokalen Fallbeispielen zeigt sie auf, wie lokale Entscheidungen - etwa zur Infrastruktur – in chinesischen Dörfern getroffen werden und welche Rolle dabei Institutionen zur Regulierung von Entscheidungsprozessen zukommt. Eine öffentliche Veranstaltung des Vereins zur Förderung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen.

Miriam Wienhold, 14. Nov 2017 15:01