KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

"Die Gesellschaft im Anthropozän": 9. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU)

v. l. n. r. Bernd Sommer, Franz Mauelshagen
© Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI)
Leben wir in einem neuen Erdzeitalter, in dem Menschen auf nicht gekannte Weise das Erdsystem verändern? Und wie reagieren Gesellschaften auf die daraus entstehenden Herausforderungen wie den Klimawandel oder den Verlust der Biodiversität? Diese und andere Fragen wurden auf der 9. Tagung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU) von jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern übergreifender Disziplinen im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) am 17. und 18. September diskutiert. Die Forscherinnen und Forscher debattierten mit KWI-Research Fellow Franz Mauelshagen und Fritz Reusswig (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung) über den Beitrag der Sozialwissenschaften zur Erdsystemforschung und den Wandel des Klimadiskurses. Die Vorträge der Referentinnen und Referenten beleuchteten dabei aus verschiedenen Blickwinkeln die kulturellen und gesellschaftlichen Implikationen dieser neuen Epoche. In den verschiedenen Panels wurden unter anderem folgende Facetten thematisiert:

  • die kulturelle Bedeutung von Technik,
  • der interkulturelle Dialog zum Schutz der Umwelt in Grönland,
  • die Rolle der Medien bei der Entwicklung eines Nachhaltigkeitsbewusstseins,
  • der Einfluss flexibler und prekärer Arbeit auf Umweltverhalten,
  • der Zusammenhang von Umweltveränderungen und Migration in Irland,
  • die Rolle von christlichen Ortskirchen bei der Verbreitung von Umweltinnovationen

In einer Abschlussdiskussion wurde neben inhaltlichen Kohärenzen auch die Zukunft und Weiterführung der Nachwuchsgruppe Umweltsoziologie (NGU) diskutiert.



Johanna Buderath, 20. Okt 2017 12:59