KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Netzwerk 2: In-Between. Interdisziplinarität und Theaterwissenschaften

Theaterwissenschaft


Projektleitung: Hanna Höfer-Lück , Seta Guetsoyan, Moritz Hannemann, Meike Hinnenberg
Koordination: Hanna Höfer-Lück , Seta Guetsoyan, Moritz Hannemann, Meike Hinnenberg
Laufzeit: seit Juni 2013
Gefördert durch: RUB Research School, KWI (07/2015-06/2017)
Kooperation: Institut für Theaterwissenschaft (RUB)
Kontakt: in-between@rub.de

Das 2013 initiierte internationale Forschungsprojekt "In-between – Theatre Studies and Interdisciplinarity" nimmt seinen Ausgang bei zwei Beobachtungen: Einerseits hat sich die Zusammenarbeit verschiedener Einzeldisziplinen an bestimmten Problemhorizonten verstärkt und auch die Forderung nach interdisziplinären Forschungsansätzen wird im Rahmen universitären Arbeitens immer lauter. Allerdings stellt sich die Frage, wann und wie interdisziplinäres Arbeiten als gemeinsames Erarbeiten einer Frage über die Grenzen der eigenen Disziplin hinweg stattfindet und nicht nur an gemeinsamen Schnittstellen behauptet wird, und welche Konsequenzen interdisziplinäres Arbeiten für die universitäre Struktur sowie die Forschung hat.
Andererseits korrespondiert die Frage nach den Herausforderungen und Potenzialen interdisziplinären Arbeitens auf eigentümliche Weise mit einer Problematik des relativ jungen Fachs Theaterwissenschaft, das seit seinen Anfängen – und zwar nicht zuletzt aufgrund der multidimensionalen Anlage des Theaters – Schwierigkeiten gehabt hat, sich als Einzeldisziplin zu legitimieren. Diese Herausforderung, vor die sich die Theaterwissenschaft seit ihrer Gründung in den 1920er Jahren gestellt sieht, gewinnt vor dem Hintergrund der Öffnung der Theater hin zu partizipativen, installativen oder urbanen Formaten und dem Ansatz der künstlerischen oder szenischen Forschung neue Aktualität.
Anstatt allerdings die Frage, was das Genuine der Theaterwissenschaft sei, zu beantworten, möchte das Forschungsprojekt vielmehr versuchen, über die Eröffnung und Reflektion interdisziplinärer Zwischenräume Felder zeitgenössischer Theaterwissenschaft zu erschließen. Die ProjektleiterInnen haben das Konzept ausgehend von ihren jeweiligen Promotionsvorhaben entwickelt, die zwar alle in der Theaterwissenschaft situiert sind, deren Gegenstände, Forschungsfragen und methodischen Zugänge aber Berührungspunkte mit je anderen Disziplinen teilen.
In vier Arbeitsgruppen, die jeweils zwischen der Theaterwissenschaft und einem ihr korrespondieren Fach liegen, werden spezifische interdisziplinäre Zwischenräume untersucht. Die Forschungsschwerpunkte sind:

„In-between Theatre Studies and …
(I) History: Perspectives”
(II) Literary Studies: Constellations of (Un)Discipline”
(III) Philosophy: Promethean Expositions and the technē of Existence”
(IV) Media Studies: The Mediality of Theatre – the Theatricality of Media”

Während der bisherigen Projektlaufzeit konnte ein Netzwerk internationaler PromovendInnen aufgebaut werden. 2014 fanden, gefördert von der Ruhr-University Research School, ein Workshop sowie eine Tagung an der RUB statt, letztere in Kooperation mit dem Zwölften Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft. Während der Förderung durch das KWI sollen die inhaltliche Arbeit der Panels fortgeführt, weitere Workshops organisiert, das Netzwerk ausgebaut und eine Publikation erstellt werden.

Veranstaltungen


18. bis 20. März 2016:
Workshop: "Zwischen Theaterwissenschaft und Geschichtswissenschaft"
Call for Papers
Johanna Buderath, 22. Sep 2017 11:09