KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Anna-Eva Nebowsky, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin im DFG-Forschungsprojekt „Kommunikation und Demenz“


Anna-Eva Nebowsky
© KWI, Foto: Kurbanov

Studierte Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum

Seit 2013 wissenschaftliche Hilfskraft am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen in Witten

Studien- und Forschungsinteressen:
Alltägliche Interaktion, Sinn- & Bedeutungskonstruktionen, Kultur & Psyche


„Der Leib ist unser Medium des Welterlebens.“
(Üb. Merleau-Ponty, 1962)

Im Rahmen des Projekts möchte ich mich mit der Frage auseinandersetzen, wie Kommunikation funktioniert, wenn die Ordnung des Alltags innerhalb der Familie nach einer Demenzdiagnose durcheinander gebracht wird.

Wie gelingt eine Verständigung, wenn soziale und kommunikative Normen irritiert werden? Was passiert und was wird neu geschaffen?

Seit einigen Jahren arbeite ich bereits in der Versorgungsforschung von Menschen mit Demenz. Mein Augenmerk lag dort bisher auf den gemeinsamen Handlungen von „Frontotemporaler Demenz“ betroffenen Menschen und ihren Angehörigen im häuslichen Alltag.

Deshalb sind mir die beträchtlichen alltäglichen und emotionalen Anforderungen an die pflegenden Angehörigen sehr gut bewusst. Nicht nur diese werden in der Kommunikation mit dem Menschen mit Demenz sichtbar, sondern auch die Bedürfnisse des Menschen als soziale und selbstständige Person.

Mein Ziel ist es, die Grundprinzipien kommunikativen Handelns zu erforschen; sie zu studieren und zu benennen, um so einen sozialwissenschaftlichen Beitrag zur Verbesserung des Miteinanders zu erreichen.
Helena Rose, 19. Dez 2018 10:57