Symposium: Die Gabe der Kooperation

Symposium: Die Gabe der Kooperation
Die Einladung zum Essen ist eine verbreitete Form des Geschenks, mit dem man nicht nur etwas gibt, sondern auch etwas investiert und die Beschenkten mehr oder weniger zur Gegengabe verpflich-tet. Zugleich stiftet das gemein-same Essen etwas Drittes, Ge-meinschaft vielleicht, gleichsam als würde man den Anderen mit der einverleibten Speise in sich aufnehmen. Am 23. September widmet sich das Symposium „Die Gabe der Kooperation“ des Käte Hamburger Kollegs / Centre for Global Cooperation Research und des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) der Frage, welches Potenzial die Gabe des Essens hat, vor allem im Blick auf die globale Kooperation in der Weltgesellschaft. Das Symposium betrachtet die ‚Formate‘ des Essens im politischen, akademischen und geschäftlichen Leben, die versuchen, auf die Kraft der beim gemeinsamen Essen entstehenden Gemeinschaft zurückzugreifen. Dazu gehören etwa Dinner Speech, Brown Bag Lunch und akademisches Symposium. Auch bei der internationalen Lebensmittelhilfe, wenn tausende von Tonnen Lebensmittel in Krisen- und Hungergebiete geschafft und dort verteilt werden, steht die Gabe im Zusammenhang mit Nahrung. Hier wird durch die Gabe des Essens eine höchst ungleiche Beziehung zwischen Empfangenden und Gebenden geschaffen, die strukturelle Ungleichheiten aufrechterhält.
Das Symposium findet im Rahmen der Ruhrtriennale statt. Weitere Informationen können Sie dem Flyer und dem ausführlichen Programm zur Veranstaltung entnehmen.
Verena Schreiber, 28.08.14
 

Der Literarische Salon im Herbst 2014

Der Literarische Salon 2014
Die Termine für den Literarischen Salon im Herbst 2014 stehen fest: Am 17. September empfangen Navid Kermani, Orientalist und Schriftsteller, und Claus Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI), den jungen Autor Clemens J. Setz, der bereits 2011 mit seinen Erzählungen „Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes“ (Suhrkamp, Berlin 2011) die Feuilletons bewegte und mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde. Seit seinem bizarren wie gleichsam aufregendem Roman „Indigo“ (Suhrkamp, Berlin 2012) gilt Setz als einer der wichtigsten Vertreter seiner Generation. Nicht weniger renommiert ist Felicitas Hoppe, Gast des Literarischen Salons am 5. November. Die Büchner-Preisträgerin wird unter anderem aus ihrem Roman „Hoppe“ (S. Fischer Verlag, Frankfurt 2012) lesen, mit dem sie die Grenzen zwischen Wahrheit und Fiktion, Selbsterkenntnis und Rollenspiel raffiniert unterläuft.
Der Literarische Salon findet auf Initiative des KWI statt, unterstützt von der Stiftung Mercator und dem Schauspiel Essen. Nähere Informationen können Sie dem aktuellen Flyer zur Reihe entnehmen.
Verena Schreiber, 14.08.14
 
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