KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Auftaktveranstaltung des Think Lab „Energie-Gesellschaft-Wandel“

Think Lab im Freien


Am Freitag, den 24.06. drehte sich im Factory Forum Berlin alles um die Energiewende. Nach einem einführenden Vortrag von Prof. Manfred Fischedick über den Stand der Energiewende in Deutschland, wurden sieben Praxisprojekte vorgestellt. Im Rahmen des Think Lab 2016/2017 sind so etwa ein Workshop zum Bau eines Windrades, ein Fotowettbewerb zur Energiewende im Alltag oder eine Netzwerkdiskursanalyse geplant.

Wir sind gespannt wie sich die Projekte entwickeln. Britta Acksel, Mitglied des Virtuellen Instituts Transformation Energiewende NRW, wird uns auf dem Laufenden halten. Sie hat eines der fünf Think Lab Stipendien erhalten um ihre Promotion über gegenwärtige Nachhaltigkeitsbemühungen in Städten zu erarbeiten.

Das "Think Lab „Energie – Gesellschaft – Wandel“ ist ein Förderprojekt der Stiftung der Deutschen Wirtschaft in Kooperation mit der RWE Stiftung. Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen engagieren sich im Think Lab mit innovativen Ideen für die Energiewende und den damit verbundenen gesellschaftlichen Wandel.
Dennis Arnold, 25.07.16
 

Oxford-Philosoph spricht über ethischen Fleischkonsum

Vortrag \
© KWI, Foto: Kassandra Beckmann
Darf der Mensch Tiere töten, um sie zu essen? Wenn ja, unter welchen Bedingungen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Jeff McMahan vergangenen Mittwoch in seinem Vortrag "Could Our Eating Animals Be Good For Them?" im Bibliothekssaal der Universität Duisburg-Essen. McMahan ist White’s Professor an der Universität Oxford für Moralphilosophie und unter anderem bekannt für sein Bücher „The Ethics of Killing: Problems at the Margins of Life“ (2003) und "Killing in War" (2009).
In seinem Vortrag stellte McMahan die Position des humanen Omnivorismus dar – das heißt er wog Argumente für und gegen die humane Haltung und Tötung von Nutztieren ab. Der Mensch neige dazu sich immer nur um die Vermeidung von Leid der Nutztiere zu kümmern, aber vernachlässige die viel gewichtigere Komponente – ihr Glück. Fleisch zu essen müsse erlaubt sein, aber nur wenn das Tier ein glückliches Leben verbringen durfte. Er begründet dies mit einem philosophischen Kniff, den er das Benefit-Argument nennt. Nutztiere verdanken dem Menschen ihre Existenz und profitieren von einem Leben, auch wenn es in biologischer Hinsicht verkürzt ist. Aus utilitaristischer Sicht gelte also: besser ein gutes, kurzes Leben als gar keines. Dieses Ideal sei für das Nutztier aber eher auf dem Biobauernhof als in der ethisch bedenklichen Massentierhaltung realisierbar.
Der Vortrag war Teil der Sommerakademie „The Badness of Suffering and Death for Animals and Persons“, die drei Tage lang am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) stattfand. Organisiert wurde sie von Marcel van Ackeren (Universität Münster) und Oliver Hallich (Universität Duisburg-Essen).
Kassandra Beckmann, 19.07.16
 
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