KWI - Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Policy Paper: Der Zukunftsrat

Der Zukunftsrat. Ein Kooperationsinstrument zwischen Verwaltung, Politik und Zivilgesellschaftlichen AgentInnen des Wandels im Bereich Energiewende & Nachhaltigkeit. Policy Paper
Die Energiewende ist ein komplexes Unterfangen - sie beinhaltet nicht nur auf institutioneller Ebene ein Umdenken, sondern erfordert dies auch im privaten Bereich. Dabei umfasst sie so vielgestaltige Wenden wie eine Agrarwende, Konsumwende, Mobilitätswende, Ressourcen- und Energieverbrauchswende. Die Energiewende, so sind sich alle einig, ist nur gemeinsam zu stemmen. Dafür ist eine engere Vernetzung zwischen Staat und Kommunen mit der Zivilgesellschaft unabdinglich. Denn zivilgesellschaftliche Akteure sind in den Verlauf der Energiewende bereits stark involviert - als InvestorInnen, EnergieproduzentInnen, KonsumentInnen oder PendlerInnen.
Das KWI-Projekt "Rahmenprogramm zur Umsetzung der Energiewende in den Kommunen des Ruhrgebiets" in Kooperation mit dem Wuppertal Institut untersucht die Auswirkungen der Energiewende im Ruhrgebiet: Wie beeinflussen BürgerInnen "bottom-up" diesen Prozess, wie stellen sie sich eine lebenswerte Zukunft im Revier vor? Zu diesem Zweck hat das Projektteam Agenten des Wandels des Ruhrgebiets in einem "Zukunftsrat" zusammengeführt. Mit den 16 TeilnehmerInnen diskutierten sie die Frage, wie man gemeinsam ein zukunftsfähiges Ruhrgebiet gestalten kann. Die Ergebnisse dieses Zukunftsrats liegen nun in Form eines Policy Papers vor. Sie können es unter folgendem Link oder auf der Projektseite einsehen sowie herunterladen.
Miriam Wienhold, 20.05.16
 

Neu: (Un)Komische Wirklichkeiten

(Un)Komische Wirklichkeiten. Komik und Satire in (Post-)Migrations- und Kulturkontexten
Zeig mir worüber du lachst und ich sage dir wer du bist. Menschen konstruieren und interpretieren je nach ihrem soziokulturellem Hintergrund Komik und Satire verschieden. KWI-Wissenschaftlerin Halyna Leontiy ist Herausgeberin des Projekt-Sammelbands „(Un)Komische Wirklichkeiten. Komik und Satire in (Post-)Migrations- und Kulturkontexten“. Was passiert, wenn Komik und Satire (post-)migrantische Kulturgrenzen überschreiten? Welche sozialen Funktionen und Stellenwert haben Lachen und Humor in unserer Gesellschaft überhaupt?
Die Beiträge des Sammelbands bieten einen kritischen Umgang mit humoristisch begründeten, ethnisch-kulturellen Vorurteilen und negativen Fremdbildern. Diese gilt es bewusst zu reflektieren und abzubauen. Fremd- und Eigenwahrnehmung sowie der historische Hintergrund können eine große Rolle in Bezug auf Humor spielen. Dass Komik deshalb nicht nur ein einfacher Spaßmacher ist, bestätigen ihre sozialen Funktionen. Komik kann verhandelnd, reproduzierend aber auch verstärkend wirken, wenn sie als kommunikatives Mittel eingesetzt wird. In all diesen Prozessen wird Identität geformt und performt; Grenzen werden getestet und bestätigt. Der Sammelband betrachtet Komik und ihre Wirkung im transkulturellen Kontext aus disziplinär ausdifferenzierter Perspektive. Entstanden ist das Buch im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes „Migration und Komik. Soziale Funktionen und konversationelle Potentiale von Satire und Komik in Migrationskontexten“.
Kassandra Beckmann, 18.05.16
 
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