KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Die Krisendebatte in Europa. Eine Diskurs- und Medienanalyse

Buchcover: Die Krisendebatte in Europa von K. Maras
Wie es um den Begriff der Solidarität in Krisenzeiten Europas bestellt ist, damit beschäftigt sich die aktuelle Publikation „Die Krisendebatte in Europa. Eine Diskurs- und Medienanalyse“ von Konstadinos Maras. Spätestens seit dem Ausbruch der Finanz- und Staatsverschuldungskrise und des damit aufkommenden Forschungsinteresses zur Erscheinungsform von Krisenphänomenen wird der Begriff der Solidarität zunehmend diskutiert und beforscht. Zunächst von den verschiedenen Verständnissen und Auffassungen von Solidarität ausgehend, erweitert sich das Forschungsinteresse Maras' in einem weiteren Schritt. Zusätzlich rekonstruiert er die Beobachtung sowie Wahrnehmung von Solidarität in politisch- und medial-diskursiven (sozialen) Konstruktionen der Krise. Mit Hilfe der methodologischen Grundlagen der „Grounded Theory“ und des wissenssoziologischen Forschungsansatzes führt er eine Diskurs- und Medienanalyse durch. Diese konzentriert sich auf Beobachtungs- und Argumentationsmuster, Erklärungs- und Begründungsstrategien, Selbst- und Fremdverhältnisse sowie Problemlösungsansätze in der medialen Welt und in der Politik. Besonderes Augenmerk bekommt dabei die Griechenlandkrise und der europäische beziehungsweise der deutsche politisch-parlamentarische Krisendiskurs einerseits, sowie die mediale Wahrnehmung dieser Krise und die Kommentarsektion der deutschen Qualitätspresse, andererseits.
Der Autor war zuletzt im Projekt "Segmentierung und Exklusion: Verstehen und Überwinden der vielfältigen Auswirkungen der europäischen Krise am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) tätig.
Dennis Arnold, 26.08.16
 

Geschichten einer Region: Change Agents im Revier

Geschichten einer Region
Ende September erscheint der Band „Geschichten einer Region. Agenten des Wandels für ein nachhaltiges Ruhrgebiet“ im Dortmunder Kettler Verlag. Entstanden ist die aufwändige Dokumentation im Rahmen des KWI-Forschungsprojekts "Energiewende Ruhr", das mit der Veröffentlichung seinen erfolgreichen Abschluss findet. Der Band zeigt am Beispiel von 20 AgentInnen des Wandels im Ruhrgebiet, wie lokale Veränderungsallianzen mit praxiserprobtem Lösungswissen hier zur Energiewende beitragen. Grundlage für die Forschung bildet unter anderem das 2015 in Paris verabschiedete UN-Klimaabkommen, das einen historischen Einschnitt und Wendepunkt der globalen Energie- und Klimapolitik darstellt. Erstmalig erklärten sich dort alle Staaten weltweit zu einem Abkommen zur Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen bereit. Zugleich steht jede Region mit ihrer je eigenen räumlichen und sozialen Charakteristik vor der Aufgabe, die angestrebten Ziele den lokal spezifischen Gegebenheiten und Bedingungen anzupassen. Das gilt auch für das Ruhrgebiet, einem der größten Industriereviere der Welt, das einmal auf Kohle, Eisen und Stahl errichtet wurde, einen tiefgreifenden Strukturwandel vollzogen hat und nun vor einer zweiten Transformationsherausforderung steht. Die zugrunde liegende These der Abschlusspublikation lautet, dass die kleinteilige Dynamik sozialer Innovationen auf eine für die nachhaltige Entwicklung der Region günstige, polyzentrische Raumstruktur trifft.
Daraus ergibt sich ebenfalls eine Vielzahl an Fragen, die im Rahmen einer ExpertInnendiskussion im Oktober diskutiert werden sollen. Begleitend zur Veranstaltung werden ausgewählte Karten und Grafiken aus „Geschichten einer Region“ sowie Ansichtsexemplare des Buches ausgestellt. Weitere Informationen zu Ort und Termin der Diskussion sowie TeilnehmerInnen finden Sie rechtzeitig unter unserer Terminankündigung.
Dennis Arnold, 19.08.16
 
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