KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Kollaborative Ökonomie? Zur Evolution kooperativer Märkte

Center for Responsibility Research
Stehen Phänomene wie Web 2.0 oder soziale Netzwerke für neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Gesellschaft? Zu dieser Frage veranstaltete das Center for Responsibility Research am KWI unter der Leitung von Ludger Heidbrink und Patrick Linnebach eine interdisziplinäre Tagung mit TeilnehmerInnen aus Wissenschaft und Praxis. In seinem Eröffnungsvortrag wies der Mannheimer Soziologe Johannes Berger auf die Risiken vertrauensvoller Kooperationen hin und erinnerte an die Leistungen des marktwirtschaftlichen Konkurrenzprinzips. Die Tagung „Kollaborative Ökonomie?“ vom 29. bis 30. September bestätigte Bergers These, dass ökonomische Prozesse zwar in wachsendem Maß durch soziale Interaktionen zwischen Marktteilnehmern geprägt sind, dennoch aber nicht von einer „kollaborativen Marktwirtschaft“ die Rede sein kann. Das Ergebnis der Tagung lautet: Zusammenarbeit in Gestalt von Partnerschaften, Netzwerken und Allianzen wird wichtiger, ohne dass der Wettbewerb und die Erzeugung von Mehrwert an Bedeutung verlieren.
Miriam Wienhold, 14. Nov 2017 15:01