KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Tagung: Ist Nachhaltigkeit ein Megatrend?

Angeregt debattierten Philipp Stierand, Natalia Balcazar, Carl-Otto Gensch und Tadzio Müller mit dem Moderator Stefan Schweiger (Mitte) über die Frage, ob Nachhaltigkeit ein Megatrend sei.
Im Rahmen des MWIDE-geförderten EnerTrend-Projekts, das durch das Virtuelle Institut „Transformation – Energiewende NRW“ umgesetzt wird, lud das KWI Anfang Februar zur Konferenz „Forschungstrend Trendforschung – Ist Nachhaltigkeit ein Megatrend?“ ein. Die Referenten Edgar Göll (IZT Berlin) und Elmar Schüll (FH Salzburg) setzten sich in ihren Vorträgen differenziert mit dem Megatrend-Konzept sowie den Methoden der (Mega-)Trendforschung auseinander. Wichtig sei es laut Göll, offenzulegen, wer bestimmte Entwicklungen als Megatrends setzt und nach welchen Kriterien sie ausgewählt wurden. Aufbauend auf einem Aufsatz von Christian Neuhaus differenzierte Elmar Schüll in seinem Vortrag zwischen Trends, Trendaussagen und Trendforschung. Dadurch wurde deutlich: „Man sieht die Trends nicht selbst. Man hört von ihnen.“
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit den Gästen Natalia Balcazar („Die Nachhaltigkeits-Berater“), Tadzio Müller (Klimareferent der Rosa-Luxemburg-Stiftung), Philipp Stierand (Blogger zum Thema Ernährung) und Carl-Otto Gensch (Öko-Institut e.V.) ging es um die Frage „Ist Nachhaltigkeit ein Megatrend?“. Einig waren sich die Diskutant*innen in der Antwort mit einem klaren Nein. Wie Nachhaltigkeit indes ein Megatrend werden könnte (was vor dem Hintergrund des Klimawandels allen notwendig erschien) wurde kontrovers diskutiert.
Die Vorträge und die Diskussion stehen als Audio-Dateien auf der Website des Virtuellen Instituts für Sie zum Nachhören zur Verfügung.
Johanna Buderath, 15. Feb 2019 12:48