KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Islam und Moderne - Ein Widerspruch?


Marwan Abou Taam, Mouhanad Korchide und der Moderator Aladdin Sarhan (v. li.)
© Copyright KWI, Foto: Alexander Muchnik
Durch die Migration von Muslimen nach Europa hat die Frage nach einer Vereinbarkeit von Islam und Moderne noch mehr an Gewicht gewonnen. Auch in Deutschland sind muslimische Intellektuelle bestrebt, neue Konzepte im Verhältnis und Kompromisse zwischen „religiös“ und „weltlich“ zu wagen und humanistisch geprägte, theologische Zugänge zu schaffen, die eine Versöhnung zwischen Islam und Moderne ermöglichen. Bislang waren diese Bestrebungen sowohl in islamisch geprägten Gesellschaften als auch in der europäischen Diaspora jedoch nur von begrenztem Erfolg. Warum ist das so und wie kann ein zeitgemäßes Islamverständnis aussehen? Dieser Frage ging das Symposion "Islam und Moderne" am 17. Mai 2018 im Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) nach. Eingeladen hatten das KWI unter Federführung von Friedrich Jaeger, das Muslimische Forum Deutschland (MFD) und die Evangelische Akademie im Rheinland.
Aus interreligiöser, soziologischer und theologischer Perspektive setzten sich Marwan Abou Taam vom Muslimischen Forum Deutschland und der Islamwissenschaftler Mouhanad Korchide vom Zentrum für Religiöse Studien, Münster, mit einem zeitgenmäßen Islamverständnis auseinander. Der Abend schloss mit einem Vortrag des ehemaligen KWI-Direktors Jörn Rüsen zu „Religion im säkularen Kontext der Moderne – Konfliktpotentiale und Humanisierungschancen."
Dennis Arnold, 22. Mai 2018 14:15