KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Energiekonzepte für Deutschland und die Welt

v.l.n.r.: Risthaus, Vahrenholt, Renner-Henke, Leggewie, Remmel, Messner
© Dr. Peter Risthaus
Die Neuordnung der Energieversorgung unter ökologischen Gesichtspunkten, die ungelöste Endlagerfrage, die beschlossene Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke und die damit verbundenen Zukunftsinvestitionen im Bereich erneuerbare Energien – Wie sehen die Energiekonzepte für Deutschland und die Welt aus? Unter der Moderation von Claus Leggewie diskutierten Fritz Vahrenholt, CEO RWE Innogy, Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW und Dirk Messner, Leiter des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik, diese Frage am 7. September 2010. Die Podiumsdiskussion bildete den Abschluss der Meisterklasse „Energiezukünfte“ im Rahmen der interdisziplinären Sommerakademie Prometheus 2010, veranstaltet von der Universität Duisburg-Essen und dem Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI), gefördert durch die RWE AG. Fritz Vahrenholt machte deutlich, dass die erneuerbaren Energien, vor allem die Windenergie, in Zukunft gerade für Deutschland immer wichtiger werden, obgleich die Kernkraft als Sicherung der Grundlast notwendig sei. Johannes Remmel sieht im Bereich Energiebedarf auch eine große Herausforderung für das Land NRW, das immer noch sehr auf Kohle setze. Von NRW nach China richtete schließlich Dirk Messner den Blick, er identifizierte in der aktuellen chinesischen Diskussion Strategien, die zwischen einer konservativen Ausrichtung auf die CO2-lastige Kohle und der ökologischen Modernisierung schwanken. Messners Plädoyer für eine breite, offene Debatte über Fragen möglicher Energiezukünfte und dafür, die Bürger früh in diese Debatte einzubeziehen, fand auch unter den Teilnehmern der Sommerakademie regen Zuspruch.
Miriam Wienhold, 12. Dez 2017 11:07