KWI- Kulturwissenschaftliches Institut Essen

Neuerscheinung: Hermeneutik und die Grenzen der Sprache. Hermeneutik, Sprachphilosophie, Anthropologie

Hermeneutik und die Grenzen der Sprache
Zu den zentralen Ideen von Hans Georg Gadamers hermeneutischer Philosophie gehört die Betonung der unhintergehbaren Sprachlichkeit des verstehenden Weltbezugs. Wie lässt sich aber die Frage nach den Grenzen der Sprache verstehen, wenn man den Universalitätsanspruch der Gadamerschen Hermeneutik und ihre sprachphilosophische Pointe ernst nimmt? Die Beiträge in dem von KWI-Senior Fellow Louise Röska-Hardy, Ulrich Arnswald und Jens Kertscher herausgegebenen und im Manutius Verlag erschienenen Band nehmen diese Herausforderung durch Gadamers hermeneutischen Universalismus an, indem sie dadurch aufgeworfene Fragen – die Grenzen der Sprache als Grenzen des Sinns, Grenzen der Sprache als Grenzen der Ausdrückbarkeit und des Verstehens sowie das Verhältnis von sprachlichem zu außersprachlichem Weltbezug - beleuchten. Ausdrücklich kommen dabei nicht nur hermeneutische oder der Hermeneutik Gadamers nahestehende Positionen zu Wort, sie werden auch mit unterschiedlichen Ansätzen konfrontiert, um die kritische Auseinandersetzung mit Gadamers Sprachverständnis in Gang zu halten.
Helena Rose, 12. Jul 2018 11:50